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Volles Festzelt: Schon beim Bezirksmusikfest waren 2015 viele Gäste nach Bichl gekommen. Heuer werden zu Patronatstag und Feuerwehr-Jubiläum wieder tausende Besucher erwartet.

Patronatstag und Feuerwehr-Jubiläum

Bichl rüstet sich für die Festwoche

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47 Schützenkompanien, 22 Musikkapellen, 38 Trommler- und 15 Spielmannszüge werden am 6. Mai beim Patronatstag in Bichl erwartet. Eine Woche später feiert die Feuerwehr ihr 125-jähriges Bestehen. Dutzende Ehrenamtliche packen bei der Durchführung der Festwoche mit an.

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Bichl– Es ist ein Großereignis, dass es so in Bichl noch nie gegeben hat: Mehrere tausend Besucher werden erwartet, wenn der Ort vom 4. bis 13. Mai zur Festwoche einlädt. Die herausragendsten Ereignisse sind der Patronatstag der Bayerischen Gebirgsschützenkompanien (GSK) am Sonntag, 6. Mai, und die Jubiläumsfeier der Feuerwehr eine Woche später.

Allein beim Patronatstag werden rund 4000 Teilnehmer erwartet. Aller Voraussicht nach kommt auch der neue Ministerpräsident Markus Söder. „Zumindest hat er mündlich schon zugesagt“, berichtet GSK-Vorstand Rudi Kramer. Zum Jubiläumsfest der Feuerwehr rechnet man mit etwa 2500 Gästen.

GSK und Feuerwehr haben sich zur „Festgemeinschaft Bichl“ zusammengeschlossen und eine GbR (Gesellschaft des bürgerlichen Rechts) gegründet, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein. Denn was im Hintergrund alles geleistet werden muss, ist enorm. Schon seit über zwei Jahren ist die Festgemeinschaft mit den Vorbereitungen beschäftigt. Jetzt läuft die heiße Phase.

Feuerwehr-Kommandant Hermann Spanner hat das für Großveranstaltungen dieser Art erforderliche Sicherheitskonzept erarbeitet. Es ist 55 Seiten stark und beschäftigt sich unter anderem mit Lebensmittelsicherheit, Trinkwasserversorgung, Brandgefahr, Verhalten bei Unwettern und sanitätsdienstlichen Absicherungen. „Seit dem Vorfall in Duisburg bei der Love Parade hat sich die Rechtslage geändert“, sagt Spanner. Viele Regeln wurden verschärft. Heute sei so ein Fest „keine hemdsärmlige Vereinsveranstaltung mehr“.

Die Verantwortlichen müssen sich mit potenziellen „Großschadensereignissen“ auseinandersetzen und umfassend beleuchten, was im Krisenfall zu tun ist. „Natürlich kommen heute auch Fragen auf wie ,Kann denn jemand mit dem Auto in eine Menschenmenge fahren‘“, sagt Spanner. In den vergangenen Wochen gab es Ortstermine mit Polizei, BRK und Gemeinde, bei denen die Feuerwehr alles bis in Detail durchgesprochen hat. Schwerpunkt war die Organisation des Patronatstags. Aber nicht nur an diesem Tag muss für Parkplätze, Fluchtwege und Abstellplätze für Rettungswagen gesorgt sein.

Das Festzelt steht am Hochbichl (Westseite), die Feldmesse wird an der Lindenallee gefeiert. Der Kirchenzug, der am Zelt startet, führt durch Siedlungs- und Raiffeisenstraße zum Dorfplatz. Dort steht die Tribüne mit den Ehrengästen. Entlang der Kochler Straße geht es dann weiter zur Lindenallee. Der Festzug folgt einer anderen Route: Die Teilnehmer marschieren von der Lindenallee aus am „Bayerischen Löwen“ die Sindelsdorfer Straße hinab und zweigen dann rechts Richtung Dorfstraße ab, wieder hoch zum Dorfplatz und von dort auf der Penzberger Straße zurück zum Festzelt.

Am Patronatstag sind 85 „Blaulicht-Helfer“ im Einsatz, berichtet Spanner: Parat stehen die Feuerwehren Bichl, Benediktbeuern und Penzberg, das BRK (das auch im Zug zehn Fußstreifen bereit hält) sowie Landes- und Bundespolizei. „Einsatzzentrale“ ist das Bichler Feuerwehrhaus, wo Vertreter von Feuerwehr, Polizei und BRK in Bereitschaft sind.

Von Seiten der Festgemeinschaft haben sich Rudi Kramer, Alexander Urban und Leonhard Peschl bereit erklärt, als Veranstaltungsleiter die Verantwortung zu übernehmen. Das heißt, an jedem Tag in der Festwoche ist einer der Männer abwechselnd derjenige, der im „Falle des Falles“ das letzte Wort hat.

„Derzeit haben wir jeden zweiten, dritten Tag eine Besprechung“, sagt Rudi Kramer. Von den Fahnenmasten bis hin zu ausreichend Wechselgeld im Festzelt – an alles muss gedacht sein. Den Feldaltar in der Lindenallee zimmerte der Bichler Florian Demmel.

Die Festpredigt beim Patronatstag hält Weihbischof Florian Wörner aus Augsburg. Die Liste der eingeladenen Ehrengäste ist lang. Neben der Lokalprominenz stehen da auch die Namen von Regierungs-, Bezirkstags-, Rechnungshof- und Polizeipräsident, zahlreiche Honoratioren aus GSK- und Kirchen-Kreisen sowie von Einrichtungen, die den Schützen nahestehen, etwa der Bayernbund. Ob neben Söder auch Edmund Stoiber, Horst Seehofer (er ist GSK-Ehrenmitglied) und Ilse Aigner (eigentlich Schirmherrin der Modenschau am Freitagabend) am Patronatstag kommen, ist noch offen.

Dutzende Ehrenamtliche haben sich schon für Arbeitsdienste eingetragen, „insgesamt sind es über 1000 Einheiten“, sagt Rudi Kramer. Sorgen machen ihm aber noch zu wenige Helfer in den Abendstunden des Patronatstags beziehungsweise für den Zelt-Abbau nach der Festwoche.

Voller Motivation sind hingegen die 40 Frauen, Männer und Kinder, die bei der Modenschau am Freitag, 4. Mai, 130 Trachtenmodelle vorstellen, „die ganze Palette“ für Damen, Herren und Kinder. Bei Familie Kramer werden derzeit einige Gewänder gelagert – sehr vielversprechend, was die Schneiderinnen aus der Region sich da haben einfallen lassen.

Weitere Infos: Der Ablauf der Festwoche, das ganze Kulturprogramm samt Hinweisen zum Kartenvorverkauf steht im Internet auf www.festwoche-bichl.de. Eintrittskarten gibt’s auch in der Metzgerei Kramer und bei der Bäckerei Eberl in Bichl.

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