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Sind jetzt für die Küche im Bichler „Bayerischen Löwen“ verantwortlich: Pizzabäcker Pino Giannotti (li.) und Giuseppe Mangone. l

Bichl

Pizza und Pasta im „Bayerischen Löwen“

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Bichl - Zwei Italiener sind in die Endauswahl gekommen: Der Bichler Gemeinderat vertraut der Wirte-Familie Giannotti aus Kalabrien das Traditionsgasthaus an.

Ein Jahr ist im „Bayerischen Löwen“ in Bichl die Küche kalt geblieben, aber nun zieht wieder Leben ein – und zwar mit italienischer Küche. Wie kurz berichtet, übernimmt Familie Giannotti den Betrieb. Die Eröffnung wird aller Voraussicht nach am kommenden Samstag, 16. Juli, sein.

„Wir freuen uns sehr, hier zu sein“, sagte Seniorchef Rosario Giannotti gestern beim Besuch unserer Zeitung. Die Familie hat bislang zehn Jahre lang eine Pizzeria in Haag (nahe Mühldorf) betrieben. Die Giannottis stammen aus Kalabrien. Auch dort haben sie schon eine Pizzeria betrieben, erzählt Vater Rosario stolz. Er kam 1963 nach Deutschland. Sein Sohn Pino Giannotti wird den Betrieb offiziell führen. Er ist Pizzabäcker. Wer lieber etwas anderes essen möchte, wird von Küchenchef Giuseppe Mangone bekocht. Er ist der Neffe von Rosario Giannotti. „Er war auf einer der besten Kochschulen Kalabriens“, sagt der Seniorchef. Seine Spezialität sei Fisch – und ein ganz besonderes Tiramisu, wirbt Giannotti.

Der „Bayerische Löwe“ wird seinen Namen beibehalten. Künftig kommt allerdings nur italienische Küche auf den Tisch. Vorerst gibt es keinen Ruhetag. Die Familie, in der auch die Mama in der Küche hilft, wird täglich warme Küche anbieten. Für Handwerker und Arbeiter soll es mittags spezielle Angebote geben.

Die Gemeinde ist froh, für den Gasthof wieder einen Pächter gefunden zu haben. Laut Bürgermeister Benedikt Pössenbacher gab es in den vergangenen Monaten immer wieder verschiedene Interessenten, zum Schluss kamen ausgerechnet zwei Italiener in die Endauswahl. Der Gemeinderat entschied sich für Familie Giannotti. Dass in dem bayerischen Traditionsgasthof nun Pizza und Pasta angeboten werden, gefällt den Räten. „Italiener haben einen guten Ruf, und sie sind immer sehr freundlich“, fasst Pössenbacher die Argumente zusammen.

Die neuen Pächter bewirten im Erdgeschoss und können bei Großveranstaltungen den Saal hinzubuchen. Das ist ein neues Angebot der Gemeinde. Pössenbacher geht davon aus, dass die Bichler Vereine bei Veranstaltungen im Saal auch auf den Italiener zurückgreifen.

Die Giannottis bewohnen die Wirtewohnung im ersten Stock, darüber wohnen nach wie vor elf Eritreer. Das Einvernehmen sei sehr gut, so der Bürgermeister.

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