Auto fährt in Menschenmenge in Helsinki: Ein Toter

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Alexandra Stein und Söhnchen Jorin (fast 2) unterzeichnen die Plastik-Fasten-Erklärung bei der Auftaktveranstaltung. Nach einer Woche Plastik-Fasten sind ihre beiden Kinder Jorin und Raoni (8) „noch voll dabei“ und passen beim Einkaufen gut auf, dass Mama keine in Plastik verpackte Ware kauft.  

Plastik-fasten: Erste Bilanz

Bio-Obst gibt’s oft nur verpackt

Bichl – Leben ohne Plastik? Familie Stein/Schumann beteiligt sich an der ZUK-Aktion und fastet Plastik. Eine erste Bilanz.

„Plastikmüll verboten!“ Seit etwas über einer Woche ist dieser Satz oberste Regel im Hause Stein/Schumann. Die vierköpfige Familie aus Bichl beteiligt sich an der Aktion Plastik-Fasten des Zentrums für Umwelt und Kultur im Kloster Benediktbeuern (wir berichteten). Und bisher läuft es gut, wie Alexandra Stein in ihrer ersten Bilanz der vierwöchigen Fastenaktion sagt.

Beim Einkaufen Plastik-Verpackungen zu vermeiden, „das fand ich bisher nicht schwer“, sagt die 33-Jährige. Dabei ist der zweifachen Mutter allerdings ein Widerspruch aufgefallen: Denn eigentlich würde sie bei Äpfeln, Bananen, Karotten und Co. gerne zu Bio-Qualität greifen. Viele Supermärkte und Discounter bieten Bio-Ware mittlerweile zwar an. „Aber die ist meistens in Plastik verpackt“, kritisiert sie. Konventionelles Obst und Gemüse dagegen werde oft lose verkauft. Nächste Woche will sie darum mal im Bioladen am Kloster Benediktbeuern vorbeischauen.

Vereinfacht hat die erste Woche Plastik-Fasten bei Familie Stein/Schumann die üppige Vorratshaltung. „Wir haben einfach viele Sachen noch nicht aufgebraucht“, erklärt Stein. Reis, Nudeln oder Rosinen, also Ware, die man eigentlich nur in Plastik abgepackt bekommt, hatte sie noch zu Hause. Wo sie diese Lebensmittel kommende Woche plastikfrei kaufen kann, darüber hat sie sich aber schon informiert. „Ich arbeite in Weilheim. Und da gibt es einen Bioladen, der einem alles abfüllt“, sagt sie. Auf ähnliche Art und Weise hat sie auch schon das Problem „Wurst-Waren“ gelöst. „Wir sind einfach mit Schüsseln an die Theke im Supermarkt gegangen.“ Ohne Probleme hätten die Fachverkäufer Gelbwurst und Co. dort hineingepackt. „Wichtig war nur, dass wir die Schüsseln auf die Theke gestellt haben.“ Wegen strikter Hygienevorschriften dürfen Verkäufer nämlich keine lose Wurst- und Fleischware über die Theke reichen.

Die Familie hat in den ersten Tagen Plastik-Fasten außerdem festgestellt, dass die Tücken im Detail lauern: So hat Alexandra Stein etwa guten Gewissens Schokolade in einer Papp-Verpackung gekauft. „Zuhause habe ich dann aber gemerkt, dass die Schokolade drinnen noch mal in Plastik eingewickelt war.“ Auf derart versteckten Plastik-Müll will sie kommende Woche noch besser achten.  fn

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