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Der Bichler Bahnübergang am Bühel ist seit Monaten gesperrt. 

Möglicher Gefahrenschwerpunkt

Schranke am Bühel:  Bundestags- und Landtagsabgeordnete schalten sich ein

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Der Bichler Bahnübergang am Bühel ist seit Monaten gesperrt. Nun wollen Bundes- und Landtagsabgeordnete der Gemeinde Bichl helfen.

Bichl In die Angelegenheit „Bahnschranke am Bühel“ in Bichl kommt nach der Berichterstattung in unserer Zeitung womöglich doch Bewegung. Die beiden CSU-Politiker Martin Bachhuber (Landtag) und Alexander Radwan (Bundestag) wollen sich der Sache annehmen.

Wie berichtet, ist der Übergang seit einigen Monaten gesperrt, weil er als riskant gilt. Die Gemeinde möchte ihn jedoch aus Infrastruktur-Gründen erhalten und plädiert für die Errichtung einer Schranke. An deren Kosten würde sich die Kommune auch beteiligen, was für Bichl eine Investition von rund 500 000 Euro bedeutet. Vor Kurzem war ein Fachmann der Bahn im Gemeinderat und zerschlug den Schranken-Wunsch. Abgesehen davon, dass die Errichtung einer Schranke mindestens 15 Jahre dauern würde, wolle die Bahn die Zahl der Übergänge in Deutschland grundsätzlich reduzieren. Das hatte für viel Frust bei den Gemeinderäten gesorgt (wir berichteten).

„15 Jahre für eine Bahnschranke, das darf nicht sein“, sagt Martin Bachhuber auf Nachfrage unserer Zeitung. Er wolle sich bemühen, „Bewegung in die Sache zu bringen“. Alle zwei Monate gebe es ein Treffen von Landtagsabgeordneten mit Vertretern der Bahn, da wolle er das Thema zur Sprache bringen. Zudem werde er die bayerische Verkehrsministerin Kerstin Schreyer von dem Fall informieren, verspricht Bachhuber.

Auch der Bundestagsabgeordnete Alexander Radwan will sich des Themas annehmen. Radwan sitzt in Berlin im Finanzausschuss. „Ich weiß, dass die Bahn die Zahl der Übergänge reduzieren will, aber man muss immer auf den Einzelfall schauen“, sagt Radwan im Gespräch mit dem Tölzer Kurier. Zusammen mit Bachhuber will er mit Bichls Bürgermeister Benedikt Pössenbacher die Situation erörtern und dann versuchen, eine Lösung zu finden.

Möglich wäre übrigens auch eine Unterführung. Diese wäre zwar wesentlich teurer (die geschätzten Kosten liegen bei zirka 2,3 Millionen Euro), könnte aber bereits in zirka fünf bis sieben Jahren verwirklicht werden, so die Bahn. Die Gemeinde hat Sorge, dass nach einer möglichen Schließung des Übergangs am Bühel ein neuer Unfallschwerpunkt am Übergang an der Bundesstraße  11 entstehen könnte.

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