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Spektakulärer Stunt auf Bichler Umgehung - und die Feuerwehr muss fast eingreifen

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Von: Andreas Steppan

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Ein Maserati rast an einem Stau vorbei, der Fahrer verliert die Kontrolle, und der Luxus-Sportwagen überschlägt sich. Diese Szene spielte sich am Montag bei Bichl ab. In diesem Fall handelte es sich tatsächlich nur um eine Filmszene für eine deutsche Kinokomödie.

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1 / 4Schilder weisen den Weg von Bichl nach Zürich und Winterthur: Dieses Bild bot sich am Montag bei einem Filmdreh. Simon Behm, Anton Peschl, Lisa Huppenberger, Dominik Trebstein und Robert Göbl (v. li.) von der Bichler Feuerwehr sorgten für Sicherheit. © Feuerwehr Bichl
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Bichl – Die Feuerwehr Bichl war engagiert, um bei dem Stunt für den Fall der Fälle bereitzustehen. Und um ein Haar wäre es wirklich brenzlig geworden.

Das Filmteam machte sich den Umstand zunutze, dass wegen der am Montag begonnen Sanierung der B 472 die Bichler Umgehungsstraße gesperrt ist. Wie Hermann Spanner, Kommandant der Bichler Feuerwehr, berichtet, wurde die Straße so umgestaltet, dass es aussah, als befinde man sich in der Schweiz. „Sogar die Straßenschilder wurden ausgetauscht und die deutschen rot-weißen Leitkegel gegen schweizerische in gelb-schwarz ausgewechselt“, heißt es auf der Facebook-Seite der Feuerwehr. Die Kulissenschilder wiesen somit den Weg in Richtung Winterthur und Zürich.

Auch sonst betrieb das Filmteam nach Spanners Angaben einen großen Aufwand: „Allein 40 Statisten waren da, um mit ihren Pkw einen Stau darzustellen“, sagt er. Auch Hauptdarsteller Tom Schilling sei in Bichl dabei gewesen. Die Dreharbeiten in Bichl hätten von 5.30 bis 19 Uhr gedauert.

Die Feuerwehr wurde engagiert, um „rettungstechnisch sofort eingreifen zu können, falls etwas schiefgeht“, berichtet der Kommandant. Vier Stunden lang seien sechs Feuerwehrkräfte vor Ort gewesen. Bei einem derartigen Einsatz handle es sich um eine freiwillige Aufgabe, den die Gemeinde der Produktionsgesellschaft in Rechnung stellen werde. „Ein paar hundert Euro“, so Spanner, werde das kosten. Für die freiwilligen Helfer sei es „nicht uninteressant gewesen, es mal mitzumachen“.

Aus dem Spaß wäre allerdings beinahe Ernst geworden. Wie Spanner berichtet, ging der Überschlag bei dem Stunt „in eine andere Richtung als geplant“. Die Feuerwehrleute seien vom Stunt-Leiter schon herbeigerufen worden. „Letztlich konnte sich der Stuntman aber doch selbst aus dem Fahrzeug befreien.“ Er sei unverletzt geblieben.

Lesen Sie auch: Wie die Bichler Feuerwehr zu einem unappetitlichen Einsatz ausrückte - und auch noch aggressiv angegangen wurde.

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