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Glückwünsche: Peter Selz (li.), Leiter des Amts für Ländliche Entwicklung in Oberbayern, überreicht Kilian Streidl die Staatsmedaille und eine Urkunde.

Feierstunde im Rathaus

Staatsmedaille für Kilian Streidl: „Ein leuchtendes Beispiel“

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Große Ehre für Kilian Streidl: Der Bichler ist gestern mit der Staatsmedaille in Bronze ausgezeichnet worden. Gewürdigt wird damit Streidls Engagement für die Dorferneuerung und für zahlreiche Vereine.

Bichl – Der Rahmen hätte passender nicht sein können: Vor dem historischen Ortsmodell, das Kilian Streidl in den vergangenen Monaten fertigte (wir berichteten), wurde der 69-Jährige nun für seinen jahrelangen Einsatz für die Bichler Dorferneuerung gewürdigt. Die Delegation um Peter Selz, Leiter des Amts für Ländliche Entwicklung in Oberbayern, staunte nicht schlecht, was Streidl da modelliert hatte.

Selz verglich die Auszeichnung mit einer Würdigung bei den Olympischen Spielen: „Der Unterschied ist nur: Bei Olympia muss man einmal eine Höchstleistung erbringen, bei uns jahrzehntelang.“ Und das habe Streidl getan, listete Selz auf: Der Bichler arbeitet seit über 17 Jahren aktiv an der Dorferneuerung in verschiedenen Projekten mit. „Durch seine Ortskenntnisse und sein Hintergrundwissen trug er zum besonderen Gelingen bei“, würdigte Selz. Streidl war Teamleiter bei der Erarbeitung der Ortschronik, „eine äußerst zeitaufwendige und komplexe Arbeit“. Der Bichler ist auch Ehrenmitglied der Feuerwehr, war im Vorstand der Waldgenossenschaft und engagierte sich bei Veteranen-, Trachten- und Musikverein sowie in der Gebirgsschützenkompanie und bei den Sportfreunden.

„Das alles geht nur, wenn auch die Familie dahinter steht“, würdigte der CSU-Landtagsabgeordnete Martin Bachhuber nicht nur den Geehrten, sondern auch dessen Frau Anna bei der Feierstunde im Rathaus. Streidls Familie nahm daran ebenso teil wie Mitarbeiter von Verwaltung, Gemeinderat, Dorferneuerung, Amt für Ländliche Entwicklung und natürlich Bürgermeister Benedikt Pössenbacher. Was Streidl geleistet habe, „habe Seltenheitswert“, sagte der Rathauschef: „Bichl würde heute nicht so gut dastehen, wenn du nicht so gut gearbeitet hättest.“ In ganz Oberbayern gibt es heuer nur fünf Personen, die eine Staatsmedaille erhalten.

Streidl ist gelernter Zimmerer, arbeitete dann er bei der Bahn als Baubezirksleiter und wechselte 1991 zur Bundesbahndirektion ins Planungsbüro nach München. Über die Auszeichnung zeigte er sich sehr gerührt: „Als ich davon erfahren habe, war ich erst mal platt.“ Aber es mache ihm Freude, sich für die Gemeinde zu engagieren. „Ich denke, was in Bichl im Rahmen der Dorferneuerung entstanden ist, kann sich sehen lassen.“

So etwas, sagte der Landtagsabgeordnete Martin Bachhuber, könne man nur leisten, „wenn man seine Wurzeln kennt“. Streidl sei ein „leuchtendes Beispiel“ für das, „was Bayern so reich macht“.

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