US-Entertainer Bill Cosby verurteilt - drei bis zehn Jahre Haft

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Bis zu fünf Zentimeter hoch stand die Gülle auf der Bundesstraße.

Auf der Bundesstraße bei Bichl

Unappetitlicher Einsatz - und dann muss sich die Feuerwehr auch noch das bieten lassen

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Zu einem unappetitlichen Einsatz wurde die Bichler Feuerwehr auf die B472 gerufen. Und das Beseitigen der Gülle von der Fahrbahn sollte für einen Feuerwehrmann nicht das schlimmste an diesem Abend bleiben.

Bichl -  Es war am  Freitagabend gegen 21.15 Uhr, als die Integrierte Leitstelle Oberland die Bichler Feuerwehr alarmierte. Auf der B472 war an der Kreuzung Bichl West eine größere Menge Gülle verschüttet worden. „Diese stand bis zu  fünf Zentimeter hoch auf der Fahrbahn und war auf einer Länge von über 100 Meter verteilt“, berichtet Feuerwehr-Kommandant Hermann Spanner.

Die rutschige Masse  sei bei der einbrechenden Dunkelheit eine Gefahr für  Auto- und vor allem für Motorradfahrer gewesen und habe deshalb von der Feuerwehr beseitigt werden müssen. „Mit dem Wasser aus unserem Löschfahrzeug und dem Tanklöschfahrzeug aus Benediktbeuern, das uns im Anschluss an eine Übung dankenswerterweise unterstützte, spritzten wir die Gülle von der Fahrbahn“, so Spanner.

Mann bedrängt Einsatzkräfte

Der Verkehr musste in der Zeit angehalten werden, um die Einsatzkräfte nicht zu gefährden und um zu verhindern, dass die Gülle vorbeifahrende Fahrzeuge beschmutzt. Das gefiel offensichtlich nicht jedem:  Der Fahrer eines Autos reagierte ziemlich aggressiv. „Er wendete seinen Pkw an der Verkehrsinsel trotz durchgezogener Trennlinie und versuchte, an der Absperrung vorbei durch die Einsatzstelle zu fahren“, schildert der Feuerwehrkommandant. 

„Als er von einem Verkehrssicherungsposten angehalten wurde, fuhr er mehrfach bis auf wenige Zentimeter auf ihn zu, um ihn zur Seite zu drängen.“ Dann sei er mit hoher Geschwindigkeit davongefahren und „beschimpfte die arbeitenden Einsatzkräfte als Idioten“, berichtet Spanner.  

Vater und Tochter im Cabrio komplett mit Gülle begossen

Woher kam die Gülle?

Das sei eine mehr als unnötige Aktion gewesen - auch, weil der Mann „über die Ortsdurchfahrt Bichl sein Ziel problemlos hätte erreichen können. Leider nahm er unseren Fahrhinweis aber nicht auf, sondern bedrängte stattdessen unsere Einsatzkräfte“. Die Polizei habe die Ermittlungen dazu aufgenommen.

Auch den Verursacher der Gülleverunreinigung  versucht die Polizei derzeit zu ermitteln. Hinweise nimmt die Polizei unter ‭08041/761060‬ entgegen. 

Den einen oder anderen Hinweise auf den Verursacher gibt es aber bereits. Während die Feuerwehr die Fahrbahn reinigte, näherte sich ein Traktor mit Güllefass der Einsatzstelle. Spanner: „Als er erkannte, welcher Tätigkeit wir gerade nachgehen, bog er zügig in einen Feldweg ab und machte sich aus den Staub. Die Polizei ist noch in der Nacht diesen Hinweisen nachgegangen.“ va

Lesen Sie auch: Tölzer Arzt steht vor Gericht, nachdem er die Feuerwehr beleidiigt hat.

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