Hölzerner Hammer auf Richterbank
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Der Angeklagte schämte sich vor dem Richter. (Symbolbild)

Drei Monate auf Bewährung und Führerscheinsperre

Zum zweiten Mal betrunken hinterm Steuer: Tölzer Autofahrer vor Gericht

  • vonRudi Stallein
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Rund 1,8 Promille Alkohol hatte ein Tölzer im Blut, als er in Bichl von der Polizei am Steuer seines Autos kontrolliert wurde.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Weil es nicht das erste Mal war, wurde der Mann nun wegen fahrlässiger Trunkenheit im Straßenverkehr zu einer Bewährungsstrafe von drei Monaten verurteilt. Strafschärfend wirkte sich aus, dass der Angeklagte binnen 14 Monate zwei Mal wegen des gleichen Delikts straffällig geworden war.

Der neue Vorfall datiert auf den 9. Mai dieses Jahres, als der Mann gegen 17.40 Uhr auf der B 472 im Gemeindegebiet von Bichl unterwegs war. Knapp 14 Monate zuvor war der 38-Jährige schon einmal wegen Trunkenheit im Straßenverkehr zu einer Geldstrafe sowie einem Führerschein entzug verurteilt worden. Erst im Oktober letzten Jahres hatte er seinen Führerschein zurückbekommen. „Ich möchte dazu nichts sagen“, erklärte der Beschuldigte, der beschämt auf der Anklagebank hockte. Gegen den Strafbefehl hatte er Einspruch eingelegt, „um eine geringere Strafe zu erreichen“, wie er erklärte. „Speziell eine kürzere Sperrzeit für den Führerschein.“

Da keinerlei Gefährdung für andere vorgelegen habe und sein Mandant zudem die MPU machen müsse (für die er ein Jahr Alkoholabstinenz nachweisen muss), halte er eine Führerscheinsperre von noch 13 Monaten für ausreichend, sagte der Verteidiger des Tölzers.

Das sah das Gericht ähnlich. Richter Helmut Berger verurteilte den „Wiederholungstäter“ zu einer Freiheitsstrafe von drei Monaten auf Bewährung sowie weiteren 13 Monaten Führerscheinsperre und blieb damit unter dem Antrag der Staatsanwältin, die 18 Monate gefordert hatte. Als Bewährungsauflage muss der Mann 1000 Euro an den „Bund gegen Alkohol im Straßenverkehr“ zahlen. Der Angeklagte nahm das Urteil an.  

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