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Das Biogas, das die Anlage produziert, wird im Blockheizkraftwerk in Strom und Wärme umgewandelt.

Quarzbichl

Biogas-Anlage kommt in Schwung

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Bad Tölz-Wolfratshausen - Etwa ein Jahr ist die Biogasanlage Quarzbichl jetzt in Betrieb. Die Bilanz des Betreibers fällt vorsichtig positiv aus.

„Relativ zufrieden“ sei er mit dem ersten Jahr, sagt Reiner Späth, Geschäftsleiter der WGV Quarzbichl. 90 Prozent der Erwartungen hinsichtlich der Stromeinspeisung – das Hauptziel – seien eingetreten. In Zahlen heißt das, es wurden 5,1 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt und 5,3 Millionen Kilowattstunden Wärme. Abzüglich des Eigenverbrauchs konnten so fast 1200 Haushalte mit Strom versorgt werden. Späth: „Es wäre natürlich schön gewesen, wenn man gleich 100 Prozent erreicht hätte, aber die Welt geht so auch nicht unter.“ Sowieso sei nicht damit kalkuliert worden, dass es aus der Biogasanlage finanzielle Überschüsse gebe.

Gerade zu Beginn habe es „etwas im Getriebe geknirscht“, weil sich die Prozesse erst einspielen mussten. „Es gab viele Störungen, beispielsweise bei der Zuführung des Materials.“ Mittlerweile sind die „Kinderkrankheiten“ überstanden: „Ich möchte nichts verschreien, aber die ersten drei Monate dieses Jahres laufen gut“, sagt Späth.

Einiges hat sich seit Inbetriebnahme der Biogasanlage an den Abläufen geändert. Früher wurden die Bioabfälle aufbereitet – das heißt gesiebt und zerkleinert – und kamen dann direkt in die Rottung. „Jetzt machen die Abfälle nach der Aufbereitung die Kurve in den Bio-Fermenter, in dem das Gas erzeugt wird. Dort beginnt bereits der biologische Abbauprozess.“ Aus dem Fermenter kommen die Abfälle dann wieder heraus in die alte Anlage. Früher war eine Nachkompostierung im Freien notwendig. Die ist komplett weggefallen. „Dafür erhalten wir jetzt Biogas“, so Späth.

Auch für die Mitarbeiter gab es Umstellungen: Es wurde eine zusätzliche Fachkraft eingestellt, das restliche Personal wurde speziell geschult. „Sie haben ja jetzt ein anderes Betätigungsfeld“, sagt Späth. „Sie mussten den Umgang mit dem Gas lernen.“ Die biologischen Abbauprozesse seien bekannt, jetzt gehe es mehr um Sicherheitstechnik. Noch eine Neuerung: „Wir werden künftig viele Fremdfirmen für die Wartungen da haben.“

Die Anlage in Quarzbichl ist genau auf die Abfälle ausgelegt, die aus den beiden Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen und Weilheim-Schongau sowie zu geringen Teilen aus München anfallen. Wenn sich zeigen sollte, dass Kapazitäten offen bleiben, wäre ein Zukauf von Abfällen denkbar, so Späth.

Früher galt der Spruch, dass alles in den Biomüll darf, was noch nicht auf dem Teller war – jetzt dürfen auch Speisereste aus Privathaushalten in die braune Tonne. Späth: „Aber keine gewerblichen Abfälle.“ Von Hand sortieren zwei Kräfte den Müll. Denn es gebe immer wieder große Probleme: Beispielsweise mit Kunststofftüten, die mit in die Biotonne geworfen werden. „Die stören den Prozess und dürfen nicht in das Produkt gelangen“, so Späth. Generell ist dem WGV-Chef aufgefallen, dass die Verbraucher nachlässiger werden. „Über die letzten Jahre ist es schlechter geworden.“ Immer öfter finden Dinge den Weg in den Biomüll, die dort nicht hingehören.

Wer sich nicht sicher ist, was wo entsorgt werden muss, kann sich im Internet informieren: www.wgv-quarzbichl.de oder bei der Abfallberatung anrufen unter der Nummer 0 81 79/9 33-35 oder -33.

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