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Waren anfangs bei der großen Box-Gala noch viele Plätze frei , wurde die Arena zu den beiden Hauptkämpfen immer voller.

Tölzer Wee-Arena

Boxgala im Eisstadion: Promifaktor auch im Zuschauerraum

Das Eisstadion wurde am Samstag zum Boxring. Über 2000 Besucher wollten sich die erste „Boxgala“ nicht entgehen lassen - darunter wurden auch einige bekannte Gesichter erspäht. 

Bad Tölz – Mitten im Sommer strömten über 2000 Besucher in die Tölzer Eishockey-Arena. Zu verdanken war dies Cengiz Ehliz, dem Mehrheits-Aktionär der Schweizer „weeConomy Group AG“. Um den Eistempel auch in der warmen Jahreszeit zu beleben, rief er am Samstagabend die erste „Tölzer Box-Gala“ ins Leben, bei der es um nicht weniger als zwei Europameister-Titel ging.

Das Cashback-System “wee“ sponsert nämlich nicht nur die Tölzer Löwen, sondern auch die beiden Münchner Profi-Boxer, die die Hauptkämpfe des Abends bestritten. Den türkischstämmigen Emre Cukur und Robin Krasniqi, der ursprünglich aus dem Kosovo kommt.

Auch einige Prominente gaben sich die Ehre, wie etwa Schlagerstar Roberto Blanco.

Nachdem beide ihre Kämpfe gewonnen hatten, war zumindest der sportliche Erfolg des Experiments gelungen, ein Eisstadion komplett in eine Boxarena umzukrempeln. „Es ist wirklich gut, dass in Bad Tölz einmal auch etwas anderes geboten wird“, freute sich „Jailhouse“-Wirt Peter Frech, der mit seinem Sicherheits-Unternehmen auch beim Boxen dafür sorgte, dass nichts aus dem Ruder lief. Neben zahlreicher B-Prominenz wurden auch Schlagerstar Roberto Blanco und Abenteuer-Unternehmer Jochen Schweizer am Ring gesichtet.

Letztere taten sich zumindest während der sechs Vorkämpfe an den groß aufgefahrenen Buffets gütlich. Ein Umstand, der zumindest Cengiz Ehliz ein Wechselbad der Gefühle bescherte. „Anscheinend kommt Boxen im Isarwinkel nicht so gut an, oder wir haben irgendetwas falsch gemacht“, meinte er anfänglich ob der vielen unbesetzten Stuhlreihen. Vor allem mokierte er sich darüber, dass viele verkaufte Plätze unbesetzt geblieben waren: „Da hat man mir etwas ganz anderes gemeldet.“ Als sich die Eishalle zu den beiden Hauptkämpfen aber sichtlich füllte und vor allem eine große Fangruppe von Robin Krasniqi mächtig Stimmung machte, hellte sich die Miene des „wee“-Chefs auf. Insgesamt waren 2587 verkaufte Karten vom Veranstalter gemeldet worden.

Für den größten Aufreger sorgte schließlich der überaus knappe Punktsieg des jungen Emre Cukur über den Ukrainer Roman Shkarupa mit 2:1-Richterstimmen. „Das habe ich aber ganz anders gesehen und mit mir auch viele andere“, schimpfte Klaus Andrä. Umstrittene Entscheidungen gehören freilich ebenso zum Profi-Boxsport wie das starke Gewicht auf der Show. Auch in Bad Tölz, wie Frech konstatierte: „Und die Show war gut.“

Ewald Scheitterer

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