1. Startseite
  2. Lokales
  3. Bad Tölz

Brauneckbahn: Stillstand bis zum 3. Dezember

Erstellt:

Von: Christiane Mühlbauer

Kommentare

Bei der Verschleißprüfung: Bergbahnmitarbeiter Josef Floßmann nimmt die Gondeln und Lifte am Brauneck unter die Lupe.
Bei der Verschleißprüfung: Bergbahnmitarbeiter Josef Floßmann nimmt die Gondeln und Lifte am Brauneck unter die Lupe. © Arndt Pröhl

An der Brauneck-Bergbahn stehen derzeit die Lifte still: Noch bis 3. Dezember finden die Revisionsarbeiten statt. Dann soll der Winterbetrieb starten. Die Nachfrage nach Saisonkarten ist verhalten.

Lenggries – Seit 8. November werden die Gondeln und Lifte am Brauneck auf Herz und Nieren geprüft: Steuerung, Seile und Stützen sowie die ganze Technik kommen unter die Lupe, sagt Geschäftsführer Peter Lorenz. „Wegen des Lockdowns und des damit verbundenen Stillstands ist das Material in den vergangenen Monaten nicht so stark beansprucht worden wie sonst üblich“, zieht er eine erste Bilanz. Der TÜV war schon da und hat für die Lifte am Schrödelstein und am Milchhäusl grünes Licht gegeben. Nun arbeite man gerade an der Bergbahn.

Sommer-Bilanz: „Anfangs war es zäh, aber dann ging’s ganz gut“

Mit dem zurückliegenden Sommer ist Lorenz zufrieden. „Anfangs war es zäh, aber dann ging’s ganz gut“, meint er mit Blick auf das oft schlechte Wetter. „Vor allem im August war viel Regen. Aber das gab es ja in anderen Jahren auch schon.“ September und Oktober seien hingegen sehr gut verlaufen. „Da lagen wir sogar über dem Schnitt.“

Bergbahn-Gäste „sehr kooperativ“

Hinsichtlich der Corona-Auflagen seien die Bergbahn-Gäste „sehr kooperativ“ gewesen, berichtet Lorenz. Abstand zu halten und Maske zu tragen, sei kein Problem gewesen. „Die Hygienemaßnahmen haben alle gewirkt.“ Jetzt müsse man aber schauen, „was die Zukunft so bringt“.

Keine Planungssicherheit für Skigebiete

Der vergangene Winter war für die bayerischen Skigebiete ein Totalausfall. Und auch jetzt moniert Peter Lorenz, dass es keine Planungssicherheit gebe. Ab 1. Januar brauchen auch Kinder über zwölf Jahren einen Geimpft- oder Genesenen-Nachweis beim Freizeitsport. Lorenz findet das „ärgerlich“: „Bis zum 31. Dezember dürfen sie Skifahren, danach ohne entsprechenden Nachweis nicht mehr.“

„Hoffe, dass es keinen neuen Lockdown gibt“

Deshalb habe er sich in der Staatskanzlei beschwert. Seine Begründung: Der Skibetrieb finde im Freien statt, und Kinder unter zwölf Jahren bräuchten keinen Nachweis. „Aber ich glaube nicht, dass die Beschwerde etwas nützt“, sagt Lorenz. Er hofft nur eines: „Dass es keinen neuen Lockdown gibt.“

Brauneck auf neue 2G-Regelung vorbereitet

Auf die neue 2G-Regelung sei man am Brauneck vorbereitet. Am 4. Dezember werde man wieder den Betrieb aufnehmen, egal ob Schnee liege oder nicht. Die üblichen Vorbereitungen auf die Ski-Saison laufen. „Wir müssen schauen, wann wir mit dem Beschneien anfangen“, sagt Lorenz. „Derzeit sieht es so aus, dass es ab dem 20. November kälter wird.“

Zugspitz-Region wird beobachtet

Sein Blick richtet sich derzeit auf die Zugspitz-Region, wo am Freitag der Skibetrieb startet – mit 2G-Regelung. „Wir beobachten wie es dort läuft und wie sie es machen“, sagt Lorenz. Und auch in Österreich seien Betriebe mit 2G-Regelung schon am Laufen.

Saisonkarten-Vorverkauf läuft zäh

Wie schaut’s denn mit dem Vorverkauf der Saisonkarten aus? „Das läuft nur zäh“, sagt Lorenz. Die Leute seien verunsichert aufgrund der Corona-Vorschriften. Der Vorverkauf für die Alpenplus-Saisonskipässe zum ermäßigten Preis wurde bis zum 4. Dezember verlängert. „Eventuell machen wir es auch noch darüber hinaus“, zieht Lorenz in Erwägung. Beim Kauf einer Saisonkarte muss man einen 2G-Nachweis vorlegen. Wer die Karte vor dieser Regelung kaufte, muss den Nachweis dann beim Einsatz der Karte vorzeigen. „Sonst wird sie gesperrt.“

Rückzahlungsversprechen für Alpenplus-Saisonskipass

Für den Alpenplus-Saisonskipass gibt es heuer wie auch schon im vergangenen Jahr ein Rückzahlungsversprechen. Sollte der Skibetrieb in allen Alpenplus-Gebieten aufgrund einer behördlich angeordneten Schließung im Zeitraum von Dezember bis März unterbrochen oder dauerhaft beendet werden, erhält der Inhaber für jeden vollen ausgefallenen Kalendermonat eine Rückzahlung von 25 Prozent des Kaufpreises. Abgezogen wird jedoch eine einmalige Bearbeitungsgebühr in Höhe von 20 Euro.

Auch interessant

Kommentare