Brauneck: Ein gebrochener Bolzen war schuld

Lenggries - Nach dem Beinahe-Zusammenstoß mehrerer Gondeln fährt die Seilbahn zum Brauneck frühestens an diesem Freitag wieder. Als Ursache des Unglücks gilt ein Bolzen.

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Brauneck: 43 Skifahrer hängen in Gondeln fest

"Sicherheit geht vor Schnelligkeit", sagte der oberbayerische Regierungspräsident Christoph Hillenbrand am Mittwoch in München. Der Betrieb der Bergbahn zu Füßen des Ferienortes Lenggries nahe Bad Tölz werde erst wieder aufgenommen, "wenn wir ihn freigeben", ergänzte der Sprecher der Bezirksregierung, Heinrich Schuster.

Bilder der Rettung

Drama am Brauneck: Bilder der Rettung

Bei eisigen Temperaturen waren am Dienstag 43 Menschen, darunter auch Kinder, aus 29 stillstehenden Gondeln geborgen worden. Etliche von ihnen mussten von Hubschraubern aufgenommen werden. Als Ursache der Notabschaltung gilt ein gebrochener Bolzen an der Führungsrolle einer der Gondeln.

Die Reparatur des Schadens und die komplette Überprüfung der 1957 errichteten Seilbahn laufen auf Hochtouren. Beim Bergbahnbetreiber hofft man, bereits an diesem Freitag wieder fahren zu können. Am Wochenende dürften nach dem Schneefall der vergangenen Tage zahlreiche Skifahrer das Brauneck ansteuern. Die letzte Entscheidung fällen aber die technische Seilbahnaufsicht und ein TÜV-Experte.

Der Bolzenbruch an der für das Laufwerk dienenden Führungsrolle einer der Gondeln führte dazu, dass diese Kabine an der dritten Seilbahnstütze von unten blockierte, wie die Regierung erläuterte. Dies wiederum löste die Notabschaltung aus. Zwei nachfolgende Gondeln kamen dieser Kabine gefährlich nahe. Ob Materialermüdung oder womöglich der langanhaltende Dauerfrost zu dem Bolzenbruch führten, müsse untersucht werden. "Das Tragseil der Bahn war von der Störung nicht betroffen", heißt es in der Erklärung weiter.

Die spektakuläre Bergung aller unverletzt gebliebenen 43 Passagiere hat laut Hillenbrand bewiesen, wie gut die bayerischen Seilbahnen und die Einsatzkräfte auf solche Fälle vorbereitet sind. Die Brauneckbahn überwindet einen Höhenunterschied von rund 800 Metern bis zur Gipfelstation des 1556 Meter hohen Braunecks und kann 600 Personen pro Stunde in ihren 70 Kleinkabinen transportieren.

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