Das „Bürgerforum“ Bad Heilbrunn zusammen mit Bürgermeister Thomas Gründl (2. v. li.) bei der Vorstellung im Rathaus (v. li.): Dr. Wolfgang Ott, Liane Müller, Dieter Kugler, Alexander Römer und Christopher Hummel. fkn

Bürgerforum nimmt sich der Ortsmitte an

Bad Heilbrunn - Eine Handvoll Bürger will sich jetzt der Probleme in der Bad Heilbrunner Ortsmitte annehmen. Das „Bürgerforum“ hat sich ein großes Ziel gesetzt.

„Wir wollen so lange aktiv sein, bis es eine Lösung gibt“, sagt „Bürgerforums“-Sprecher Wolfgang Ott. Der Rechtsanwalt und Insolvenzverwalter stellte sich und seine Mitstreiter bei einem Pressegespräch am Freitag im Heilbrunner Rathaus vor: Liane Müller, Dieter Kugler, Alexander Römer und Christopher Hummel wollen zusammen mit Ott die Gemeinde „bei der Neubelebung der Ortsmitte aktiv unterstützen“.

Das „Bürgerforum“ steht vor einer großen Aufgabe. „30 Jahre Stillstand können nicht in einem halben Jahr aufgearbeitet werden“, sagt Ott. Aber man habe den Eindruck, dass die Gemeinde allein nicht weiterkomme. Deshalb formiere sich jetzt die Unterstützung in der Bürgerschaft. Bis zum Jahresende will der Rechtsanwalt ausloten, „ob es eine Möglichkeit gibt, mit allen Beteiligten ins Gespräch zu kommen“. Auch wenn der Name bei der Vorstellung nicht genannt wurde: In erster Linie ist das die von Dr. Max Hoefter geführte „Kurfürstin GmbH“, die das Kurhaushotel mit Brettern vernageln ließ.

Als Rückendeckung sieht das Quintett die Unterschriftenaktion, bei der sich zum vergangenen Jahreswechsel 1400 Bürger eingetragen haben. „Wir sehen das als Auftrag, dass wir etwas verändern müssen“, sagt Alexander Römer. Mit dem Kauf und dem Abriss des ehemaligen Gasthofs Post sei mittlerweile Bewegung in die Gestaltung der Ortsmitte gekommen. Dennoch müsse er „jedem zweiten Gast erklären, was es mit dem Zentrum auf sich hat“.

„Bad Heilbrunn muss aus seinem Dornröschenschlaf aufgeweckt werden, sagt Dieter Kugler. Auch er ist die Fragen vieler Besucher leid, die immer wieder wissen wollen: Was passiert da eigentlich bei euch? Für Christopher Hummel vergeht ebenfalls kaum ein Tag, an dem er nicht in seiner Apotheke angesprochen wird, was aus Heilbrunn werden soll. Deshalb habe er sich dem Bürgerforum angeschlossen. „Das ist eine gute Gelegenheit, um herauszufinden, warum nichts weitergeht. „Wir haben doch einen so schönen Ort - den wollen wir noch schöner und noch belebter machen.“

Unterstützung erfährt das „Bürgerforum“ von der Kommunalpolitik. Mehr dazu lesen Sie im Tölzer Kurier.

(ao)

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