Bürgermeister sieht Camp Woodward als "große Chance für Lenggries"

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Lenggríes - Ein brechend voller Alpenfestsaal, dreieinhalb Stunden Debatte, ein wenig Kritik, vor allem aber viel, viel Unterstützung für Camp Woodward Europe. So war der Montagabend in Lenggries.

Es war eine bunte Mischung an Leuten, die am Montagabend den Alpenfestsaal füllte, als dort zum ersten Mal offiziell das Konzept für die Nachfolgenutzung der Kaserne vorgestellt wurde. Investor, künftige Betreiber und Gemeinde sahen sich einem Publikum bestehend aus vielen Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen gemischt mit alteingesessenen Lenggriesern in Tracht gegenüber. Eigens zur Präsentation war auch Gary Ream, Chef des amerikanischen Camp Woodward angereist.

Er, Investor Carl Georg Zwerenz und der Königsdorfer Hans Geiger erläuterten noch einmal das Konzept für das in Lenggries geplante Projekt. Dabei handle es sich nicht um ein reines Freizeit- und Feriencamp. Vielmehr bietet die Einrichtung professionelle Trainingsanlagen für Actionsportler - vom Skateboarder bis zum BMX -Fahrer, aber auch für Turner und Cheerleader. Darüber hinaus setze Woodward einen zweiten Schwerpunkt: Die Kinder und Jugendlichen lernen den Umgang mit neuen Medien, fotografieren, filmen und machen Musik. Auch eine Woodward-University gibt es, die Fernkurse in Mathe oder Physik anbietet.

Die Grundstimmung im Saal war positiv. Trotzdem gab es natürlich auch Kritik an dem 37 Millionen-Euro-Projekt. Hauptkritiker war Michael Sappl, Landwirt und unmittelbarer Nachbar der Kaserne. Auch wenn sich Gemeinde und Investor mühten, den eingereichten Bedenkenkatalog abzuarbeiten, war Sappl nicht zufrieden. "Das ist hier doch alles geschönt", warf er den Rednern vor.

Nicht geschönt dürfte allerdings der lange erwartete Abschlussbericht des unabhängigen Wirtschaftsprüfers sein. Der bescheinigt dem Vorhaben nämlich, dass das Konzept tragfähig und die Finanzierung realistisch ist und das Vorhaben gute Aussicht auf Erfolg hat. Erstaunlich deutlich auch der Zuspruch von Bürgermeister Werner Weindl, der sich erstmals klar positionierte: "Natürlich gibt es ein Für und Wider. Aber ich bin der Meinung, dass Camp Woodward eine große Chance für Lenggries ist." (Veronika Wenzel)

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