Haben ihre Bedenken in einem Brief an die Gemeinde zusammengefasst: Einige der Projektgegner trafen sich am Freitag auf dem Hof von Michael Sappl (3. v. li.). Foto: arp

Camp Woodward: Gegner schreiben Brief an Gemeinde

Lenggries - Die Pläne für ein Freizeitcamp auf dem ehemaligen Kasernengelände stoßen nicht nur auf Zustimmung. Eine Gruppe „besorgter Bürger“ hat ihre Bedenken in einem Bief zusammengefasst.

Übergeben hatte das Schreiben Kasernen-Nachbar Michael Sappl in der Bürgerversammlung. Auf dessen Hof kamen am Freitag nun noch einmal einige der knapp 30 Unterzeichner zusammen. „Das Schreiben umfasst einfach alle Bedenken, die wir gegenüber den Investoren haben“, sagt Sappl. Die Gegner sehen Konflikte mit dem „sanften Tourismus“, auf den Lenggries eher setzt. „Wie soll das funktionieren, wenn hier alles mehr zum Event wird?“ fragt Stephan Mondry. „Wir sind ein idyllischer Ort. Wenn die Lärmbelästigung zu viel wird, bleiben einige der Urlauber bestimmt aus“, fügt Sappl hinzu. Eine weitere wichtige Frage für ihn ist, welchen wirtschaftlichen Nutzen eigentlich die Lenggrieser von dem Projekt haben. Es handle sich bei Camp Woodward um ein amerikanisches Projekt. „Amerikaner sind oft auf Selbstversorgung ausgerichtet. Ich bezweifle, dass sie örtliche Bäcker oder Metzger beauftragen.“

Eine große Sorge aller Unterzeichner ist, dass der Investor insgeheim nur den Weg für Wohnbebauung ebnen will: „Und dann haben wir da oben einen neuen Stadtteil“, so Sappl. Das könne man doch nicht wollen. „Uns geht es um die Heimat“, sagt Peter Fischhaber.

Dabei habe man gar nichts gegen das Konzept des Camps an sich, betont Karl-Heinz Mondry. „Aber für Lenggries ist das einfach nicht geeignet. Das ist hier zu eng. Wir haben nicht genug Platz.“ (Veronika Wenzel)

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