Neu entsteht im ersten Bauabschnitt die 110 Meter lange Sporthalle (1). Die eingeschossigen Unterstände dahinter bleiben erst einmal – bis dort in einem späteren Bauabschnitt die zweite Halle entsteht. Die Unterkunftsgebäude (2/3) werden auch künftig als solche genutzt. Im ehemaligen Unteroffiziersheim (4) finden Kantine, Bar und Aufenthaltsraum Platz. Rechts davon befindet sich die neue Zufahrt aufs Gelände. Massenmodell: P+P Schwarzenberger

Camp Woodward Lenggries: Erste Bauanträge genehmigt

Lenggries - Zuletzt hatten manche Zweifel, dass es mit Camp Woodward überhaupt noch was wird. Doch nun lagen dem Gemeinderat die ersten Bauanträge für das ehemalige Lenggrieser Kasernenareal vor.

Die neue Halle - später ist noch eine zweite geplant - sei „das Herzstück“ des Sport- und Jugendcamps, sagte Bauamtsleiter Anton Bammer. Sie entsteht im hinteren Bereich der Kaserne und soll künftig Trainingsmöglichkeiten für Trendsportarten bieten. Dafür braucht man Platz: Die Halle wird 110 Meter lang und 45 Meter breit. Die Wandhöhe von zehn Metern hatte immer wieder für Diskussionen gesorgt. Aber nicht nur das stört CSU-Rat August Maerz: „Zu einer 5000 Quadratmeter großen Halle in Mausgrau kann ich mich nicht durchringen.“ Die Gestaltung erinnere ihn eher an eine „Fabrikationshalle für Leichenwagen“. Auch Peter Gascha (Freie Wähler) gefiel die Gestaltung überhaupt nicht - von der Farbe bis hin zu den farbig abgesetzten Fenstern in verschiedenen Höhen und Formaten. „Das wird die Lenggrieser Hundertwasser-Halle“, befand er. Gascha störte sich daran, dass man für den Campbetreiber jede Ausnahme von der Ortsgestaltungssatzung einfach abnicke. „Was passiert, wenn jemand in einem Gewerbegebiet auch so eine Halle bauen will?“ Eine Zustimmung könne er „mit seinem Gewissen nicht vereinbaren“.

Peter Riesch (CSU) sah das weniger dramatisch. Die Halle sei ein Sonderbau. Die Anordnung der Fenster und ein unauffälliges Grau finde er vertretbar. „Das ist halt keine Almhütte.“

Mit fünf Gegenstimmen wurde der Antrag für die Halle genehmigt. Eine der Auflagen ist, dass die Gesellschaft Action Sports Gestaltungs-Alternativen vorlegt.

Wie über die anderen Anträge entschieden wurde - dabei ging es unter anderem um die Unterkünfte und die Kantine - lesen Sie am Mittwoch in der Printausgabe des Tölzer Kurier. (va)

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