Von den Beschlüssen der kommenden Kabinettssitzung, ist auch die Eröffnung der „Oach“ abhängig.
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Von den Beschlüssen der kommenden Kabinettssitzung, ist auch die Eröffnung der „Oach“ abhängig.

Auch Bergbahnen hängen in der Luft

Söder will Corona-Lockerungen: Doch Freibädern fehlen konkrete Vorgaben - kommen sie heute?

  • Felicitas Bogner
    VonFelicitas Bogner
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Langsam geht es voran mit den Corona-Lockerungen. So sollen bei einem stabilen Inzidenzwert unter 100 ab dem 21. Mai auch die Freibäder und Bergbahnen wieder öffnen dürfen. Aber wie?

Bad Tölz-Wolfratshausen – Ab wann man sich im Tölzer Land an heißen Tagen mit einem Sprung ins kühle Nass erfrischen oder ohne schweißtreibenden Aufstieg das wunderbare Gipfelpanorama genießen kann, steht bislang aber noch nicht abschließend fest. Denn: Zwar gibt es den Lichtblick auf den 21. Mai – nur die Betreiber wissen bislang noch nichts Genaueres über die staatlichen Corona-Vorgaben und Hygiene-Rahmenbedingungen, um Gäste empfangen zu können. „Wir hängen da noch total in der Luft“, sagt Jörg Findeisen, Betreiber der Herzogstandbahn in Kochel. „Bisher wissen wir nicht, welche Vorgaben wir erfüllen müssen.“ Vorbereitet für eine Eröffnung sei alles seit dem 15. November 2020. „An sich brauchen wir nur den Schlüssel umdrehen, aber ob wir das am 21. Mai auch umsetzen können, kann ich noch nicht sagen.“

Bergbahnen und Freibäder warten auf staatliche Vorgaben für eine Eröffnung

Am Blomberg haben bereits seit einigen Wochen die Sommerrodelbahnen geöffnet. „Sowohl der Blomberg Classic als auch der Blomberg Blitz. Nur die Seilbahn eben noch nicht“, sagt Betreiber Hannes Zintel. Auch er sei in den Startlöchern, die Bergbahn Ende kommender Woche in Betrieb zu nehmen. „Ich hoffe eindringlichst auf staatliche Vorgaben, die für uns auch praktikabel sind.“ Bauchschmerzen bereite ihm die Vorstellung, von jedem Gast überprüfen zu müssen, ob er genesen, geimpft oder getestet ist. „Wir können 500 Leute pro Stunde befördern, das bedeutet, ich müsste das bei acht Menschen pro Minuten überprüfen, das klappt einfach nicht“, erklärt der Bergbahn-Betreiber.

Hannes Zintel, Betreiber der Blombergbahn, hofft auf baldige und umsetzbare Vorgaben zur Eröffnung.

„Wir hängen in der Luft“

Peter Lorenz, Betreiber der Brauneck-Bergbahnen sieht einer Eröffnung zum anvisierten Termin zuversichtlich entgegen. „Wir sind so dermaßen gebeutelt, dass wir alles geben, um am 21. Mai öffnen zu können.“ Eines stehe bisher auch fest, und zwar, dass die Hygienevorgaben der vergangenen Saison auch heuer wieder gelten werden. „Nur was dazu kommt, ist noch nicht klar. Bislang wissen wir nur, dass es ein konkretes Konzept Anfang nächster Woche geben soll“, berichtet Lorenz. Trotz aller Zuversicht hoffe auch er auf „praktikable Vorgaben“. Denn endlich wieder Gäste empfangen zu können, sei für alle bayerischen Bergbahnen dringend notwendig. „Sauer aufgestoßen ist uns bereits, dass uns durch die unterschiedlichen Handhabungen in Österreich und Bayern schon einige Gäste abwandern könnten“, sagt er. „Das kann niemand mehr verstehen, dass am Tegernsee beispielsweise alles anders ist, als paar Kilometer weiter am Achensee. Und wenn dort dann alles unkomplizierter ist, dann ist es ja klar, wo die Touristen und Ausflügler hinfahren,“ ärgert er sich. „Das trifft uns in einer Grenzregion natürlich hart. Wenn, dann müssen die gleichen Spielregeln für alle gelten.“

Für das Naturfreibad Eichenmühle teilt Reinhard Oberleitner von den Stadtwerken Bad Tölz auf Nachfrage mit: „Wir haben keinerlei Vorgaben seitens der Regierung. Wir warten auf die nächste Kabinettssitzung“, sagt er. Auch Tobias Riesch, dem Geschäftsleiter der Gemeinde Lenggries, liege bislang nur die Ankündigung aus der Presse über eine mögliche Öffnung ab dem 21. Mai vor. „Grundsätzlich wollen wir aufmachen“, sagt er mit Blick auf das Naturfreibad Lenggries. „Wenn die Auflagen ähnlich sind wie die im letzten Jahr, dann wollen wir öffnen.“ Ob dies pünktlich zum 21. Mai umsetzbar ist, sei laut Riesch noch offen. „Aktuell renovieren wir die Sanitäranlagen. Wir hoffen, dass wir noch im Mai damit fertig werden“, erklärt er.

„Wir sind motiviert und freuen uns“

Eine Eröffnung beim Freibad in Arzbach? „Wir sind motiviert und fertig und freuen uns“, so Brigitte Pirchmoser vom Alpenbad Arzbach. Trotzdem müsse auch sie abwarten, was bei der nächsten Kabinettssitzung herauskommt. „Wenn die Bedingungen so wie letztes Jahr sind, dann öffnen wir.“ Auch im Alpenwarmbad Benediktbeuern laufen die Vorbereitungen. Dies wurde auf der Facebook-Seite der Gemeinde Ende April verkündet. Die Verantwortlichen hoffen, dass die Badesaison in einigen Wochen starten kann. Die Kristall-Therme Trimini in Kochel am See kündigt unterdessen auf ihrer Facebook-Seite ihre Vorfreude auf eine baldige Wiedereröffnung an. „Wir gehen davon aus, dass es nicht mehr allzu lange dauern wird, bis Ihr wieder in unseren wohlig warmen Becken baden, einen fruchtigen Cocktail genießen oder einen gesundheitsfördernden Aufguss miterleben könnt“, steht dort. Eine Öffnung ab dem 21. Mai ist jedoch nicht vorgesehen. (feb/oy)

Am heutigen Dienstag will Markus Söder in einer Pressekonferenz über die neuen Öffnungsschritte und deren Umsetzung informieren. Folgen Sie dieser live in unserem Corona-Ticker für Bayern.

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