„Schatten – Ich wollte doch leben“ ist der Titel einer Ausstellung in der Berufsschule. Zur Eröffnung kamen (v. li.) der Chef der Tölzer Polizei, Bernhard Gigl, Schulleiter Josef Bichler und Georg Glas vom ADAC. Foto: arp

„Damit so ein Unfall nicht noch einmal passiert“

Bad Tölz - Eine Ausstellung an der Berufsschule in Bad Tölz hat traurige Aktualität bekommen. Der ADAC klärt über Unfälle von Fahranfängern auf.

Unfälle im Straßenverkehr passieren häufig Fahranfängern im Alter von 18 bis 24 Jahren. Zu diesem Thema aufzurütteln, ist nach dem tödlichen Unfall in der Nacht zum 29. Dezember in Bad Tölz wohl kaum mehr nötig. Dennoch passt die Ausstellung des ADAC, die am Dienstag in der Berufsschule eröffnet wurde, zur ernsten Stimmungslage.

Welch traurige Aktualität die Ausstellung plötzlich bekommen hatte, machte Schulleiter Josef Bichler bei der Eröffnung deutlich. „Eine Woche ist diese Zeitung alt“, sagte er. Dabei zeigte er den Artikel über den Unfall an der Eichmühle, bei dem zwei junge Frauen (17 und 18 Jahre alt) ums Leben kamen. „Unfälle enden durch Verkettung von Zufällen oft tödlich.“

Vorbereitet hatte der ADAC die Ausstellung freilich lange vorher und unabhängig vom Tölzer Unglück. Das Anliegen hier ist es, auf vermeidbare Risiken und typisches Fehlverhalten aufmerksam zu machen. Dazu wurden sechs schwarze Pappfiguren aufgestellt, die jeweils einen realen Unfall symbolisieren.

„Bei Fahranfängern ist das Risiko zu verunglücken dreimal höher als bei erfahrenen Verkehrsteilnehmern“, sagte Georg Glas, Vorstandsrat des ADAC Südbayern. Jugendlicher Leichtsinn, unzureichende Fahrzeugbeherrschung oder Imponiergehabe junger Männer seien häufige Ursachen. In seiner berührenden Rede sagte Glas, dass viele Kreuze am Straßenrand und die damit verbundenen Schicksale vermeidbar gewesen wären. Auch Landrat Josef Niedermaier rief zur Vernunft auf: „Schaut die Ausstellung an und erzählt es weiter, damit ein Unfall wie der vor Silvester nicht noch einmal passiert.“

(tos)

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