Thea Heim aus Regensburg sowie Daniel Götz aus Bad Tölz.
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Daumen hoch für die Sieger des Berglaufs: Thea Heim aus Regensburg sowie Daniel Götz aus Bad Tölz.

Rückkehr zu Wettkampf und Geselligkeit

42. Gaißacher Berglauf - Sieger werden gefeiert

  • VonEwald Scheitterer
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Gaißach – 65 Teilnehmer feiern beim 42. Gaißacher Berglauf die Sieger Thea Heim und Daniel Götz.

„Ich finde es absolut toll, dass der SC Gaißach das durchgezogen hat“, so Alfred Barth. Doch der Erste Vorsitzende der „Raiffeisen Oberland Challenge“ (ROC) fügt hinzu: „Auch wenn es bestimmt ein Verlustgeschäft wird.“ Lediglich 65 Teilnehmer hatten beim 42. Gaißacher Berglauf den Lehener Berg bezwungen.

„Eine Zahl, mit der wir ganz gut leben können“, bestätigten auch Heide Danner, Erste SC-Vorsitzende und Hans Ski-Abteilungsleiter Schwaiger. Da die ganzen ROC-Daueranmelder gefehlt hatten, hatten sie sogar einen größeren Einbruch befürchtet.

Atemlos auf den Berg

„Am Anfang habe ich noch Atemgeräusche hinter mir gehört. Die wurden dann aber immer leiser“, berichtet Daniel Götz (SV Bergdorf-Höhn), der in 20:40 Minuten die Tagesbestzeit aufgestellt hatte.

Wie sich später herausstellte war es der Beurer Toni Lautenbacher, der sich anfänglich an Götz‘ Hacken gehängt hatte. „Eigentlich wollte ich diesmal sogar schneller laufen“, gab der Sieger aus Bad Tölz zu, „aber im letzten Drittel der Strecke hat mir der richtige Punch gefehlt“. Möglicherweise lag es an der fehlenden Konkurrenz, sodass Götz, einen relativ einsamen Start-/Zielsieg hinlegte.

Rund eineinhalb Minuten Vorsprung hatte Götz letztlich vor dem Zweitplatzierten Waakirchner Maxi Tent (SLV Tegernsee), als er in 20:40,29 Minuten den Zielstrich an der Schwaiger-Alm passierte. Auf Rang drei landete der Benediktbeurer Toni Lautenbacher nach 22:35 Minuten. Insgesamt freute sich der 33-jährige Sieger, „dass mit den Tent-Brüdern endlich wieder in der regionalen Läuferszene etwas Gutes nachkommt.“

Über ein relativ geringes Lauf­angebot heuer, beklagte sich da die Sachsenkamer Frauensiegerin (24:49 Minuten) TheaHeim (LG Telisfinanz Regensburg): „Erst fiel das meiste wegen Corona aus, später dann wegen des Wetters.“ Letzterem fiel dann auch der Blomberglauf zum Opfer, „für den ich mich angemeldet hatte.“

An der Schwaiger-Alm hatte die Siegerin dann einen Vorsprung von fast zweieinhalb Minuten gegenüber der Zweitplatzierten Susanne Bielmeier (27,07 Min./LC Tölzer Land), geborene Feigl, herausgelaufen. Den dritten Platz bei den Frauen belegte schließlich Julia Rath (Team Jukarama Penzberg) in 27:14 Minuten.

Freilich war Heims Zeit noch weit vom Streckenrekord von 24:04 Minuten entfernt, der nach wie vor von Heidi Danner seit 1992 gehalten wird.

Applaus für die ältesten Teilnehmer

Gefreut haben sich letztlich alle, die die rund 4,5 Kilometer lange Strecke bei einer Höhendifferenz von 480 Metern, bei strahlendem Sonnenschein bewältigt hatten.

Auch wer am Ende seiner Kräfte das Ziel an der Schwaiger-Alm erreicht hatte, wurde durch den kräftigen Applaus befeuert, mit dem alle oben begrüßt wurden. So auch Marianne Kirchmayer (LG Sempt) und Otmar Nejtek (SC Moosham), Baujahr 1942, die beiden ältesten Teilnehmer des diesjährigen Gaißacher Berglaufs.

Gams und Bock für den besten „Goaßara“

Eine der Besonderheiten dieser Veranstaltung ist, dass hier auch die „besten Goaßara“ mit einem Wanderpokal extra gewürdigt werden. So strahlte hier vor allem Regina Rauchenberger (vormals Danner), weil sie die handgeschnitzte Gams bereits zum siebten Mal in Empfang nehmen durfte: „Von meiner Zeit wollen wir gar nicht sprechen. Ich bin froh, dass ich überhaupt rauf gekommen bin.“

Als mittlerweile Mutter dreier Kinder „habe ich kaum noch Zeit, um vernünftig zu trainieren. So bin ich heuer erst zum vierten Mal hier heraufgelaufen.“ Große Freude natürlich auch bei Toni Seewald, der zum ersten Mal als schnellster Goaßara den hölzernen Steinbock überreicht bekam. Der insgesamt Zwölftplatzierte hatte eine Zeit von 24:22 Minuten benötigt.

Überaus zufrieden zeigte sich da auch der Arzbacher Tom Scheifl (LC Tölzer Land) und strahlte: „Unter 24 Minuten hier herauf, das ist für mich Top. Da hat es sich wohl ausgezahlt, dass ich heuer nur in den Bergen unterwegs war.

Unter den Top drei

Lediglich zwei Minuten lang hatte der Beurer Toni Lautenbacher versucht, mit Götz Schritt zu halten: „Dann habe ich gespannt, dass es für mich keinen Sinn macht.“ So befand er dann aber auch seine Zeit von 22:35 Minuten für in Ordnung: „Mit dem wenigen Training unter die Top drei gelaufen, das passt.“

Insgesamt war für das ehemalige Mitglied der deutschen Nationalmannschaft im Skibergsteigen aber das Wichtigste, „endlich wieder einmal alle hier zusammengekommen sind.

Richtig bärig, wie viele Freunde und Bekannte ich hier getroffen habe“, so Lautenbacher. Auch er hatte vor allem in Corona-Zeiten Wettkämpfe und Geselligkeit richtig vermisst.

Quelle: DasGelbeBlatt

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