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Anbau auf Tölzer Zwickerwiese wahrscheinlich ab Herbst möglich

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Das Baugebiet Zwickerwiese in Bad Tölz.
Das Baugebiet Zwickerwiese: Interessenten können sich noch um einen Bauplatz bei der Stadt bewerben. © Karl Bock

Bad Tölz – Am Hintersberg kann die Erschließung des Baugebietes auf der sogenannten Zwickerwiese weitergehen.

In einem Jahr sollen die Erdarbeiten für die Zufahrten und die Kanalisation beendet sein. Ab Herbst 2022 oder Frühjahr 2023 können dann die 14 städtischen Parzellen bebaut werden. Dazu kommen die im Erbbaurecht zu vergebenen Parzellen.

Ein Anlieger der Heißstraße, die künftig als Zufahrt dient, hatte vor dem Verwaltungsgericht dagegen geklagt. Der Eilantrag wurde aber überwiesen, wie Bürgermeister Ingo Mehner (CSU) jüngst in der Stadtratssitzung bekanntgab. „Die Eilentscheidung ist für die Stadt positiv ausgegangen.“ Das Gericht sei zu der Überzeugung gelangt, dass durch das neue Baugebiet kein erheblich stärkerer Fahrzeugverkehr zu erwarten sei, auch sah es die nur fünf Meter breite Engstelle bei der Kreuzung mit dem Faistweg als „unproblematisch“ an.

Wegen des laufenden Verfahrens hatte die Vergabe der Grundstücke für fünf Doppelhäuser und einen Vierspänner durch die Stadt gestoppt werden müssen. Die bisher auf einer Vormerkliste über 530 geführten Interessenten wurden bereits über die Lage der Verkaufsgrundstücke, den Kaufpreis und die Antragsvoraussetzungen informiert, berichtete Kämmerer Hermann Forster.

Aktuell 213 Interessenbekundungen

Auf der Liste stehen alle, die seit Beginn des Verfahrens 2016 ihr Interesse am Kauf eines Grundstücks äußerten. Verbunden mit dem Schreiben war die Bitte um Rückmeldung, ob sie noch am eigentlichen Vergabeverfahren teilnehmen wollen. Aktuell liegen der Stadt 213 Interessenbekundungen vor.

Neue Interessenten können unter Tel: 08041/504-341 die Bewerbungsunterlagen anfordern. Wie Forster sagte, werden die Unterlagen ausschließlich per Post verschickt. Abgabefrist ist der 30. November. Gewertet werden nur Unterlagen, die bis zu diesem Tag, 24 Uhr, vollständig bei der Stadt eingegangen sind. Auch entsprechende Einkommensnachweise müssen angefügt sein.

Forster geht davon aus, dass Unterlagen von rund 250 Bewerbern geprüft werden müssen. Der Abschluss des Verfahrens ist für Ende Januar 2022 zu erwarten, danach werden die 14 Bauwilligen informiert, die den Zuschlag erhalten haben. Es sollen auch Beratungstermine für die Gestaltung und die Energieversorgung der Häuser (kein Öl, kein Gas) angeboten werden.

Wer nicht baut, muss Strafe zahlen.

Die Käufer müssen danach unverzüglich mit dem Bau beginnen. Wer nicht baut, muss Strafe zahlen. Denn die Stadt möchte zum einen keine Grundstücksspekulanten und zum anderen die am Zwickerhof vorbei führende und in der Nähe des Gasthofes Walgerfranz in die Staatsstraße nach Bairawies einmündende Baustraße baldmöglichst wieder zurückbauen.

Die Einmündung in einer Kurve wurde, wie Fürstberger sagte, inzwischen von Behörden begutachtet und als unproblematisch angesehen. Mehner ergänzte, das Straßenbauamt Weilheim werde im kommenden Winter auch einen lange angestrebten Radweg vom Friedhof bis zum Walgerfranz planen.

Karl Bock

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