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Hochschule in Tölz soll Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft im Oberland schlagen

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Von: Daniel Wegscheider

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Technologie-Campus Tölz
Konzept des Technologie-Campus Tölz. Die Baumaßnahmen starten mit dem mittleren Gebäude, in dem auch das Tizio der Hochschule München untergebracht sein wird. ©  Paluch Architekten

Bad Tölz - Auf dem Tölzer Transfer- und Innovationszentrum im Oberland (Tizio) soll noch in diesem Jahr ein erstes Verbindungsbüro auf dem geplanten Hochschulcampus südlich der Sitec Aerospace entstehen.

Ende Januar überbrachte der Bayerische Kunst- und Wissenschaftsminister Bernd Sibler den Bescheid für die Anschubfinanzierung von 6,9 Millionen Euro in die Kreisstadt.

Entwickelt wird der Technologie Campus der Hochschule München von der Technologiepark Tölz GmbH, die in Holzkirchen ansässig ist „und die mit dem Campus eine Vernetzung von Wissenschaft, Forschung und Entwicklung sowie Produktion im Oberland erreichen will“, berichtet Tizio-Pressesprecher Norbert Baumgärtner.

Auf dem 25.000 Quadratmeter großen Grundstück wird Unternehmer und Projektentwickler Hannspeter Schubert den ersten Mieter Tizio „Schritt für Schritt mit innovativen Firmen und Einrichtungen umgeben, für die die Nähe zur Hochschule wichtige Synergien und Austauschmöglichkeiten bietet“, erklärt Baumgärtner weiter. Wie berichtet, sollen künstliche Intelligenz, Robotik und nachhaltiger Tourismus Schwerpunkt-Sparten des Technologie-Campus werden.

Drei Gebäude sollen auf dem Tölzer Hochschulcampus entstehen

Start des ersten Bauabschnitts wird noch 2022 sein, insgesamt soll ein zweistelliger Millionenbetrag am Standort investiert werden. Geplant sind drei Gebäude, in denen neben der Hochschule auch Technologieunternehmen und Neugründungen wie Start-ups untergebracht werden. Räume für Dienstleistungen, Veranstaltungen, Co-Working oder Ausbildungszwecke sollen den Campus abrunden, „der zu einem Brückenkopf zwischen Wissenschaft und Wirtschaft im Oberland werden soll“, sagt Projektentwickler Schubert.

„Wir sind uns des hohen Werts und der Lage des Standorts durchaus bewusst“, erklärt Schubert weiter, der das Gelände positiv entwickeln will, damit dieses zu einer Bereicherung für die Region werde. „Dazu gehört eine innovative Architektur ebenso wie großzügige Außen- und Grünanlagen, die den Standort optimal in seine Umgebung integrieren sollen“, erklärt er. „Gebaut wird nach dem umwelt- und klimafreundlichen KfW-40-Standard, die Wärmeversorgung soll über das nahe gelegene Biomasse-Heizwerk erfolgen.“

Arbeitsplätze und Fachkräfte in der Region

Durch den Technologie-Campus sollen Arbeitsplätze geschaffen und dringend benötigte Fachkräfte und Spezialisten in der Region gehalten werden. „Unser Campus wird sowohl ein starker Impuls für die Stadt Bad Tölz sein, als auch ein Technologie-Netzwerk für das ganze Oberland und damit ein Projekt von überregionaler Bedeutung“, sagt Schubert.

Nicht zuletzt setzt der Initiator auf eine positive Firmenkultur und eine wertebasierte Unternehmensethik am Campus. „Unternehmen oder Einrichtungen wie unser Technologie-Campus sollen nicht nur in ökonomischer und ökologischer Hinsicht ein Gewinn für die Standortregion und die Mitarbeiter sein, sondern auch in sozialer Hinsicht, beispielsweise durch eine attraktive Verbindung von Leben und Arbeiten“, betont Schubert, der über langjährige Erfahrung in der Führung von Technologieunternehmen verfügt.

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