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Benediktbeuern: Christkindlmarkt fällt erneut Corona zum Opfer

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Von: Christine Weikert

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Der Christkindlmarkt in Benediktbeuern war vor Corona stets gut besucht gewesen. © Archiv RS

Benediktbeuern - Auch in Benediktbeuern ist der Christkindlmarkt wegen der Corona-Lage abgesagt. Es gibt aber eine Krippen-Alternative.

Einheimische und Besucher müssen im Klosterdorf Benediktbeuern das zweite Jahr in Folge auf den beliebten Altbayerischen Christkindlmarkt verzichten. Auch eine zunächst angedachte kleinere Variante im Gemeindepark wird es nicht geben. Für Besinnung sorgt hingegen die zweite Auflage des Krippenwegs. Im Gemeinderat berichtete Bürgermeister Toni Ortlieb (BBV) über die kürzlich abgehaltene Videokonferenz der 21 Bürgermeister der der Kommunen im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Auf der einen Seite liefen Intensivstationen voll und würden Betten knapp, auf der anderen Seite habe man Geimpften die Rückgabe von Freiheiten versprochen, verdeutlichte Ortlieb die schwierige Abwägung. Am Ende wurde entschieden: „Offizielle Märkte Nein, Alternativen Ja.“ Eine Alternative kommt im Klosterdorf aber nicht zustande. „Für unsere Vereine mit ihrer Manpower ist eine Einlasskontrolle von 2G oder 2G+ nicht leistbar“, begründete es der Rathauschef.

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Die Barockkrippe in der Marienkirche bietet wechselnde Szenen. © Christine Weikert

Rund 20 Krippen zu sehen

Wie schon im vergangenen Corona-Jahr 2020 wird es aber einen besinnlichen Krippenweg geben. Georg Rauchenberger, Vorsitzender vom Förderverein Brauchtum und Kultur, ist bereits mitten in der Organisation. „Ab Mitte der Bahnhofstraße, über den Dorfplatz und die Dorfstraße bis Anfang der Häusernstraße werden etwa 20 Krippen in Hausfenstern und Schaufenstern gezeigt“, kündigt er an. Damit jede, der liebevoll aufgebauten Krippen gefunden wird, auch die etwas versteckt gelegenen Exemplare, wird es heuer einen Plan geben. Diese arbeitet Rauchenberger gemeinsam mit der örtlichen Gästeinfo aus. Auf die Ergebnisse freut sich Benediktbeuerns Altbürgermeister schon. Eine andere Idee muss Rauchenberger hingegen erneut auf Eis legen: Einen musikalischen Geschichtenabend, bei dem die Benediktbeurer Nikolause und Krampusse lustige und wahre Begebenheiten erzählen. „Jetzt ist dafür nicht der passende Zeitpunkt“, bedauert Rauchenberger, der selbst als Nikolaus aktiv ist – und hofft auf das nächste Jahr.

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