Maxi Schnitzlbaumer sv bad heilbrunn fußball
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Eigentlich hätte der Heilbrunner Maxi Schnitzlbaumer (grünes Trikot) in Gilching einen Elfmeter zugesprochen bekommen müssen.

Magerkost ohne Punkte

Fußball: Landesligist Bad Heilbrunn verliert in Gilching mit 0:1

  • VonEwald Scheitterer
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Bad Heilbrunn – Es war eine klare Angelegenheit, auch wenn das Endresultat mit 0:1 (0:0) knapp war. Ohne Punkte fuhr der SV Bad Heilbrunn aus Gilching heim.

„Wenn du über die gesamten 90 Minuten nicht einmal den Hauch einer Torchance hast, dann brauchst du dich nicht zu beklagen, wenn du am Ende mit leeren Händen dastehst“, analysierte Walter Lang, der Trainer der SV Bad Heilbrunn, nach der Pleite. Insgesamt war es eine deutliche Angelegenheit, nicht zuletzt deshalb, weil die Gäste vor allem im ersten Durchgang nahezu jedwede Offensiv-Annäherung auf das Gehäuse der Hausherren verweigerten. Es schien so, als wenn sie den Gilchinger Strafraum als verbotene Zone betrachteten.

Doch auch die Gastgeber, vor kurzem noch Tabellenführer der Landesliga Süd-West, präsentierten sich nicht gerade als spielfreudige Übermannschaft, die unbedingt den Torerfolg suchte. Bei dem eher verhaltenen Auftritt beider Seiten waren dann auch knackige Torraumszenen absolute Mangelware und die Partie plätscherte mit mehr Krampf als Kampf im Mittelfeld einfach so dahin.

Abstauber gefällig?

„Das war so ein typisches 1:0-Spiel. Mir war da schon die ganze Zeit über klar, dass die Mannschaft, die das erste Tor schießt, dann auch gewinnen wird“, sagte der HSV-Coach. So kam das, was letztlich für die Entscheidung sorgte, selbst für die Gastgeber etwas überraschend. Murat Ersoy hatte einfach mal aus knapp 20 Metern draufgehalten. Da die Kugel noch leicht abgefälscht worden war, konnte sie HSV-Torhüter Christoph Hüttl nicht sicher festhalten. So fiel das Leder dem 19-jährigen Arya Janghiri vor die Füße (77.) der es dann auch prompt über die Linie beförderte.

Kurz zuvor hätten die Heilbrunner sogar gern einen Elfmeter bekommen wollen. Wohl nicht ganz zu Unrecht, denn der Kontakt von Lukas Häuslers Fuß mit dem Köchel von Maxi Schnitzlbaumer war unüberhörbar. „Das hat der Referee anschließend sogar selbst zugegeben“, moserte Trainer Lang ob der Situation. Allerdings war das Ganze für den ansonsten tadellos pfeifenden Felix Wagner (JFG Aschheim) schwer zu bewerten, da Häusler zunächst in Ballbesitz war, ehe Schnitzlbaumer energisch dazwischen ging.

Rang sechs in der Tabelle

Auch wenn nach dem Führungstreffer der Hausherren die Gäste aus dem Loisachtal ein klein wenig offensiver zu Werke gingen, war in Sachen Torchancen dennoch nicht viel geboten. Die beste davon hatte noch Maxi Specker, als er nach einer Ablage des eingewechselten Sebastian Mertens um einen großen Schritt zu spät kam. Für einen möglichen Torerfolg hatte aber etwa anderthalb Handbreit gefehlt.

Trotz der Niederlage in Gilching kann sich der SV Bad Heilbrunn weiterhin mit Rang sechs über einen guten Platz im vorderen Drittel der Tabelle der Landesliga Süd-West freuen. Insgesamt also weitaus besser als es selbst Optimisten vor Saisonbeginn zu erhoffen gewagt hatten.

Quelle: DasGelbeBlatt

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