Die Baustraße zum Baugebiet Hintersberg II in Bad Tölz
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Die Erschließung des Tölzer Baugebietes Hintersberg II hat begonnen. Inzwischen ist die Baustraße bis zu ihrem Ende am Faistweg (r.) angelegt worden.

Baustraße erschließt Gebiet

Hintersberg: Straßen- und Kanalbau wird weitere 1,3 Millionen Euro kosten

Bad Tölz – Innerhalb von zwei Wochen wurde die Baustraße, die das künftige Baugebiet Hintersberg II erschließen soll, angelegt.

Auf der sogenannten Zwickerwiese im Norden von Bad Tölz sollen 38 Bauparzellen entstehen, von denen 23 von der Stadt Bad Tölz vergeben werden. Das soll in den nächsten Wochen erfolgen, nachdem sich Interessenten für die Häuser im Rathaus melden konnten.

Die Zufahrt zum neuen Baugebiet, gegen das aktuell noch zwei Klagen laufen, erfolgt künftig über die Heißstraße, die aber den Baustellenverkehr mit schweren LKW nicht bewältigen kann. Deshalb wurde Anfang August damit begonnen, zwischen dem Tölzer Friedhof und dem Gasthof Walgerfranz eine Baustraße von der Staatsstraße 2072 hinauf zur Zwickerwiese anzulegen.

Den Auftrag dafür mit einem Volumen von 270.000 Euro erhielt die Lenggrieser Firma Willibald, die auch mit der Erschließung des Baugebietes an sich beauftragt wurde. Für Straßen- und Kanalbau will die Stadt dort weitere 1,3 Millionen Euro ausgeben.

Nach der Beendigung der Bauarbeiten in einigen Jahren soll die Kiesstraße, die am Zwickerhof nördlich vorbeiführt, wieder rekultiviert werden.

Diskussion im Stadtrat

Damit es zu keinen Verzögerungen kommt, werden die künftigen Hausbauer verpflichtet, ihre Gebäude unverzüglich zu errichten und zu beziehen. Sollte das nicht erfolgen, haben sie mit erheblichen Strafzahlungen zu rechnen. Damit sollen auch Spekulationen auf steigende Preise und einem eventuellen späteren Verkauf ein Riegel vorgeschoben werden.

Im Stadtrat hatte es mehrfach Diskussionen über die Erschließung des Baugebietes gegeben, die Befürworter einer Zufahrt vom Friedhof her konnten sich aber nicht durchsetzen. Wie Fachleute ausführten, sei der Faistweg, der vom Friedhof bis nach Ellbach führt, zur Erschließung nicht geeignet, da er zu schmal und zu steil sei.

Er wurde zwischenzeitlich vom Stadtrat als beschränkt öffentlicher Weg für eine Nutzung durch Radfahrer und Fußgänger gewidmet. Auch Kutschenfahrten, wie sie CSU-Stadtrat und Landwirt Anton Mayer aus Ellbach anbieten wollte, sind dort nicht gestattet. Karl Bock

Quelle: DasGelbeBlatt

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