Auf dem Neubau der Brücke über den Krottenbach steht Wegewart Anton Glasl.
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Auf dem Neubau der Brücke über den Krottenbach steht Wegewart Anton Glasl.

Sichere Brücke für Wanderer

Lenggries: Bauprojekt der DAV Sektion Tölz – Krottenbach-Brücke kann wieder gefahrlos überquert werden

  • Daniel Wegscheider
    VonDaniel Wegscheider
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Lenggries – Die DAV Sektion Tölz hat jüngst die Krottenbach-Brücke wieder sicher für Wanderer gemacht.

Als im Jahr 2019 der heftige Winter mit Massen an Schnee über den Landkreis fegte, ging einiges zu Bruch. Die Schneelast lies auch die Brücke über den Krottenbach zwischen Sylvenstein-Stausee und Schafreuter einknicken. Jetzt ist die stabile Stahlbaubrücke mit Holzbelag und Sicherheitsgeländer wieder intakt.

Der Weg von Fall über den Krottenbach zur Tölzer Hütte ist wieder problemlos zu begehen, da die Brücke über den Krottenbach von der DAV-Sektion Tölz saniert wurde. Gedauert hat das Bauvorhaben eineinhalb Jahre.

2019 beantragte die DAV-Sektion Tölz beim Bundesverband den Zuschuss für einen Neubau, der rasch zugesagt worden war. Deshalb ging der Alpenverein zunächst davon aus, dass für den Ersatzbau keine Baugenehmigung notwendig sei. Das Landratsamt forderte jedoch einen Bauantrag. Eine zusätzliche Hürde: die intensive Suche nach einem geeigneten Bauunternehmen – bei der DAV ging damals nur ein Angebot ein.

Ohne Hubschrauber unmöglich

„Die Zeit lief davon“, erinnert sich Pressereferent Jürgen van Wahnem. Da Hubschrauberflüge in dem Naturschutzgebiet nur von Anfang August bis Mitte November zulässig sind. „Das geringe Zeitfenster konnte nicht genutzt werden.“

Ohne Hubschrauber sei es aber unmöglich gewesen, die 1,5 Tonnen schweren Stahlträger zur Baustelle zu bringen. „Man wollte schließlich mehr Metall einbauen, damit die Brücke nicht gleich wieder bricht.“

Nachdem der Tölzer Sektion heuer alle Genehmigungen vorlagen und damit auch sämtliche behördlichen Hürden überwunden waren, konnte der Neubau der Brücke durchgeführt werden. Das Lenggrieser Büro „OK Ingenieure“ habe das Projekt „großartig“ unterstützt und einen „Sonderpreis“ in Rechnung gestellt.

Die österreichischen Helikopterpiloten hatten die Baustelle nur viermal angeflogen. „Es wurde extra darauf geachtet, mit so wenig Flügen wie möglich die Baustelle zu bewerkstelligen“, berichtet der Wegewart der Sektion Tölz, Anton Glasl, der den gesamten Neubau begleitete. Bei den Rückflügen wurden die ehemaligen Fundamente sowie Altmaterial abtransportiert, „damit nichts mehr im Bachbett verbleibt und das Naturschutzgebiet belastet“.

Weiteres Material und Werkzeug haben die DAVler an sieben Arbeitstagen mit teils bis zu 30 Kilogramm schweren Kraxen zur Baustelle und wieder zurückgetragen. Jetzt soll die Brücke „über viele Jahre den Wanderern eine gefahrlose Überquerung des Krottenbachs ermöglichen und nasse Wanderschuhe ersparen“.

Quelle: DasGelbeBlatt

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