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Der Kesselberg bei Kochel ist bei Motorradfahrern beliebt - auch bei Rasern (Symbolbild).

Unfälle in Kochel

Raser am Kesselberg: Biker beschäftigen wieder die Polizei

  • Andreas Baar
    VonAndreas Baar
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Kochel - Das schöne Wetter zieht Motorradraser an den Kesselberg: Die Polizei hatte am Donnerstagabend (2. September) einiges tun. Sie kündigt Kontrollen an.

An der bei Bikern beliebten Kesselberg-Strecke fand am sonnigen Donnerstagabend „wieder reger Motorradverkehr der heimischen und überörtlichen Raser- und Rennszene statt“, heißt es von der Polizeiinspektion Bad Tölz. Schon nachmittags gingen die ersten Beschwerden von genervten und erbosten Anwohnern ein. Außerdem kam es zu einigen kleineren Verkehrsunfällen. Nach Polizeiangaben stürzten dabei Motorradfahrer wegen überhöhter Geschwindigkeit alleinbeteiligt.

Ducati-Fahrer landet im UKM

So war ein 39-jähriger Ducati-Fahrer aus Bad Heilbrunner in einer Kurve gestürzt und bereits ins Unfallklinikum Murnau eingeliefert worden. Nur noch seine Motorradfreunde waren vor Ort, „zeigten aber kein Interesse an der Aufklärungsarbeit der Polizei“, teilt die Polizei mit. Aus diesem Grund müsse der nähere Sachverhalt zu dem Unfall erst noch ermittelt werden. Die Inspektion konnte auf Nachfrage deshalb keine weiteren Infos geben.

Beschädigte Honda am Parkplatz

Im Zuge dieser Unfallaufnahme stellten die Beamten auf einem Parkplatz ein weiteres beschädigtes Honda-Krad fest. Der Fahrer und Halter, ein 26-jähriger Münchner, kam kurze Zeit später hinzu, um sein beschädigtes Motorrad abzuholen. Nach seinen Angaben war er beim Bergauffahren des Kesselbergs gestürzt. „Er wollte sich allerdings nicht weiter dazu äußern“, heißt es von der Polizei - auch in diesem Fall müsse noch weiter ermittelt werden.

Vermehrt Kontrollen am Abend

An diesem Tag waren neben den Tölzer Beamten auch die Kochler und sogar Mittenwalder Kollegen in der Kesselberg-Region im Einsatz gewesen. Die Raserszene hat sich mittlerweile gut organisiert, Motorradrennen werden in Internetforen ausgemacht und Polizeikontrollen sofort untereinander per Funk oder Mobiltelefon gemeldet. Die Polizei dreht angesichts dieser Entwicklung jetzt an den Daumenschrauben: Nachdem sich die Beschwerden und Vorfälle am Kesselberg wieder häufen, sei „in nächster Zeit“ auch in den Abendstunden wieder mit vermehrten Kontrollen durch uniformierte und zivile Kräfte zu rechnen. Verstöße würden konsequent geahndet.

Quelle: DasGelbeBlatt

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