Verletzungen im Mund drohen: Bäckerei warnt vor Verzehr ihrer Marmorkuchen

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Die Totenmaske Guddens (vorne rechts) wird zum ersten Mal öffentlich gezeigt. Kurator Alfons Schweiggert (Mi.) erhielt sie von Walter Leicht (re.), Direktor des Städtischen Museums in Rosenheim. Bezirksheimatpfleger Norbert Göttler (li.) rechnet mit vielen Besuchern. arp

„Der König wäre ein sehr guter Patient gewesen“

Benediktbeuern - Eine neue Ausstellung im Maierhof des Klosters Benediktbeuern zeigt Bernhard von Gudden: der Psychiater, der Ludwig II. für geisteskrank erklärte.

Am 13. Juni 1886 starben König Ludwig II. und Bernhard von Gudden im Starnberger See. Der Psychiater hatte den Monarchen zuvor in einem Gutachten für geisteskrank geklärt. Bis heute ist ungeklärt, auf welche Weise die beiden Männer starben. König Ludwig II. wurde kurz darauf zur Kultperson, Gudden dagegen verunglimpft. Die Vorwürfe reichten bis zur Unterstellung, er sei der Mörder des Königs.

Zum ersten Mal überhaupt ist nun die gesamte Lebensgeschichte Bernhard von Guddens wissenschaftlich aufgearbeitet worden. Eine umfangreiche Ausstellung im Heimatinformationszentrum des Bezirks Oberbayern im Kloster Benediktbeuern zeigt Guddens epochale Leistung im Bereich der Hirnforschung und deren Bedeutung bis heute (wir berichteten bereits überregional). Historiker und Buchautor Alfons Schweiggert sieht Gudden als Teil einer großen Entmündigungsmaschinerie, die den König seinerzeit entmachten wollte.

Zu der der Vernissage am Donnerstag waren nicht nur Historiker gekommen, sondern auch Mediziner. „Gudden hätte den König sehr gut therapieren können“, sagte Hans Förstl, Direktor der Poliklinik für Psychiatrie der TU München. Ludwig II. wäre ein guter Patient gewesen, ist sich Förstl sicher.

Zentrales Ausstellungsstück ist Bernhard von Guddens Totenmaske, die bislang im Städtischen Museum Rosenheim im Depot lagerte. Auf der Maske sieht man noch die Verletzungen, mit denen der Tote gefunden wurde. Daneben liegt ein Replik der Totenmaske Ludwigs II.

Die Ausstellung ist der Fachberatung Heimatpflege (Maierhof) zu sehen und läuft bis 17. Juli. Geöffnet ist dienstags und donnerstags von 13 bis 17 Uhr sowie sonntags von 11 bis 16 Uhr. Sonderführungen nach Vereinbarung. Es gibt begleitende Vorträge, Infos im Internet auf www.fachberatungheimatpflege.de und telefonisch unter 0 88 57/8 88 50. (müh)

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