Platzbetreiber Birgit Mayer und Jürgen Garkisch vor Campingwagen.
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„Es kommen einem direkt die Tränen, so schön ist es hier“, finden die neuen Pächter des Campingplatzes in Walchensee, Birgit Mayer und Jürgen Garkisch.

Birgit Mayer und Jürgen Garkisch starten Ende April in ihre erste Saison

Die Neuen im Campingparadies am Walchensee

  • vonInes Gokus
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Der Campingplatz in Walchensee mit seinen 75 Stell- und 35 Zeltplätzen hat neue Pächter: Birgit Mayer und Jürgen Garkisch aus Unterhaching treten die Nachfolge von Christine und Bernd Pangerl an. Seit 1. Januar haben sie den traumhaften Platz direkt am Ufer des Sees offiziell übernommen. Saisonstart ist am 30. April – sofern die Coronabestimmungen es zulassen.

Walchensee – Derzeit steckt das Paar noch mittendrin in Umbauten, technischen Neuerungen und Vorbereitungen. „Mein Traum war es immer, eine Frühstückspension am Gardasee zu eröffnen“, sagt Birgit Mayer (50). „Doch wenn wir jetzt am Abend auf der Terrasse stehen und auf den Walchensee und den Herzogstand schauen, sind wir glückselig.“ Und ihr Mann ergänzt: „Wir sind jetzt den ganzen Tag an einem Ort, wo einem direkt die Tränen kommen, so schön ist es. Und wir dürfen hier arbeiten.“

Jürgen Garkisch, Jahrgang 1968, kommt aus der Gastronomie und war die vergangenen 20 Jahren in nahezu allen Bereichen der Branche tätig. Birgit Mayer hat im Marketing gearbeitet. Kenntnisse im Projektmanagement seien die besten Voraussetzungen für die Organisation des Campingplatzes, findet sie.

Die beiden sind schon lange freundschaftlich mit dem Walchensee verbunden. Als begeisterte Berg- und Seefreunde haben sie bereits viel Zeit dort verbracht. Besonders glücklich macht es sie jetzt, dass sie so viel freundschaftliche Unterstützung und Zuspruch von den Walchenseern, aber auch von den langjährigen Campinggästen bekommen. „Es gibt keinerlei Ressentiments, weil wir die Neuen sind“, sagen sie. „Das beflügelt uns.“

Glasfasernetz am Campingplatz

Momentan wird noch fleißig gewerkelt, denn natürlich gehen mit dem Pächterwechsel auch ein paar Neuerungen einher. Die Duschen werden modernisiert. Sowohl im Sanitärbereich als auch optisch soll es moderner und angenehmer werden – mit neuen Fliesen, Armaturen und hübsch gestaltetem Außenbereich inklusive Sichtschutz. Der Plan ist außerdem, dass es überall schnelles Internet geben soll. Der Platz ist bereits zum großen Teil mit Glasfasernetz abgedeckt. „Das Wlan funktioniert allerbestens“ sagt Jürgen Garkisch. Es gibt weiterhin Ladestationen für E-Bikes, SUP-Boards zum Verleihen, eine neue gestaltete Rezeption und eine komplett neue Buchungssoftware, mit der ab Juli auch Verfügbarkeitsabfragen auf der Internetseite ermöglicht werden sollen.

Nachfrage ist groß: Für heuer fast ausgebucht

Für die kommende Saison sind die Stellplätze schon weitgehend ausgebucht. Und auch bei den Zeltplätzen ist die Nachfrage groß. Kein Wunder, denn die Hälfte der Plätze am Ufer und auf der Zeltwiese liegt in erster Reihe direkt am türkisblauen Wasser des Gebirgssees.

Dass man nun auch Zeltplätze im Voraus buchen kann, ist ebenfalls eine Neuerung, die das Pächter-Ehepaar eingeführt hat. Und ein ungeschriebenes Gesetz lautet: „Wanderer und Radlfahrer, die abends auf der Suche nach einer Schlafmöglichkeit sind, finden bei uns immer noch ein Platzerl. Es wird niemand in der Nacht draußen gelassen.“ Sollte es Ende April noch nicht möglich sein zu öffnen, gibt es einen Plan B: Dann bietet das Paar sie Kaffee, Kuchen, Getränke und kleine Speisen zum Mitnehmen für Wanderer und Radler an.

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