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Dreijähriger Bub vor dem Erfrieren gerettet

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Lenggries - Viel hätte nicht gefehlt, und die Wanderung, die ein 30-jähriger Vater am Dienstag mit seinem kleinen Sohn unternahm, wäre schlimm ausgegangen.

Wie Christoph Brenninger von der Lenggrieser Bergwacht auf Nachfrage mitteilt, brachen der Münchner und sein dreieinhalbjähriger Sohn um 12 Uhr mittags von Lenggries aus zu einer winterlichen Wanderung über den Geierstein zum Fockenstein auf. Eine Tour, für die ein Erwachsener alleine im Sommer etwa fünf Stunden benötigt. Jetzt liegt in dem Gebiet Schnee, und das Kind saß nicht in einer Krax‘n. „Der Bub ist selber gelaufen“, so Brenninger.

Rund zwei Stunden nach Einbruch der Dunkelheit wurde dem Vater scheinbar klar, dass er und sein Kind im Bereich des Fockenstein in Bergnot geraten waren. Per Handy setzte er einen Notruf ab, die Lenggrieser Bergwacht wurde alarmiert und rückte sofort mit sechs Mann aus. „Er konnte recht genaue Angaben machen. Wir sind dann mit dem Skidoo hochgefahren und den Rest zu Fuß gelaufen. Nach etwa einer Stunde waren wir bei ihnen“, so Brenninger.

Bei den beiden Wanderern angelangt, machten sich die Retter sogleich an die medizinische Erstversorgung. Die Bergung erfolgte teilweise mittels Hubschrauber. „Der Sohn hatte lokale Unterkühlungen, vor allem in den Extremitäten. Er wurde mit dem Hubschrauber gleich in die Kinderklinik nach Harlaching geflogen“, so Brenninger. Lebensgefährlich sei der Kleine jedoch nicht verletzt gewesen. Der Vater war unverletzt.

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