Die Band „Techtlmechtl“ will ein Zeichen für die brisante Lage der Nachtgastronomie setzen (von hinten li.): Michelle Wagner (Gesang), Shelter-Pub-Wirt Philip Behler, David Eulers (Bassist), Robert Spies (Leadgitarre) sowie (links vorne) Maximilian Schwarz (Gesang und Rhythmusgitarre) und Tobias Hiendl (Schlagzeug).
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Die Band „Techtlmechtl“ will ein Zeichen für die brisante Lage der Nachtgastronomie setzen (von hinten li.): Michelle Wagner (Gesang), Shelter-Pub-Wirt Philip Behler, David Eulers (Bassist), Robert Spies (Leadgitarre) sowie (links vorne) Maximilian Schwarz (Gesang und Rhythmusgitarre) und Tobias Hiendl (Schlagzeug).

Aktion mit Video-Serie

Band engagiert sich für Nachtgastronomie in Tölz

  • Felicitas Bogner
    vonFelicitas Bogner
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Seit über einem Jahr gibt es nahezu kein Nachtleben mehr. Schwer gebeutelt von den Corona-Auswirkungen sind vor allem die Bar- und Clubbesitzer im Tölzer Land. So auch Philip Behler. Jetzt helfen ihm Musiker.

Bad Tölz/Oberhaching – Philip Behler, der Inhaber des „Shelter Music Pub“ eröffnete nur wenige Tage vor dem Ausbruch der Krise sein Irish Pub an der Salzstraße in Bad Tölz. Nun will eine Band aus Oberhaching auf die schwierige Lage der Nachtgastronomen aufmerksam machen. Dazu hat sich die fünfköpfige Besetzung von „Techtlmechtl“ mit Pub-Besitzer Behler zusammengetan. „Vor Corona hatten wir schon einige Auftritte im Shelter Pub geplant“, erklärt Band-Leader Maximilian Schwarz gegenüber unserer Zeitung. Doch die Pandemie machte ihnen einen Strich durch die Rechnung.

„Nachdem sich alles jetzt so sehr zieht, haben wir beschlossen, eine Video-Serie zu machen“, sagt der 30-Jährige. Aufgenommen sind die auf Youtube abzurufenden Clips in Behler’s Kneipe – mit Abstand und Maske freilich. Die ersten beiden Musikvideos sind bereits fertig und im Netz. Das erste der dreiteiligen Serie „Zu viel und warum“ hat bereits über achttausend Aufrufe ergattert. Nachgelegt hat „Techtlmechtl“ dann kürzlich mit dem bayerischen Song „Hey Bruada“.

„Alle Lieder sind relativ neu und von mir getextet“, meint Schwarz. Gerade noch in der Mache sei das Lied „Sweet Home Dahoam“. Pro Song hat die Band eine Woche geprobt und dann innerhalb eines Tages alles im Shelter Pub gefilmt und vertont. Doch das Oberland dient Schwarz und seinen Kollegen nicht nur als Auftritts- und Aufnahmeort. Die Inspiration für seine Lieder findet der Hobbymusiker ebenfalls im bayerischen Oberland. „Wir kommen ja selbst aus der Ecke, und die besten Ideen fallen mir hier an den schönen Seen wie dem Walchensee oder dem Starnberger See ein“, sagt der Sänger und Gitarrist.

Nun bleibe nur zu hoffen, dass viele Menschen aufmerksam werden. „Es wäre ein Desaster, wenn die ganzen urigen Kneipen und Bars den Lockdown nicht überleben. Sie brauchen dringend Unterstützung“, meint Schwarz.

Die Lieder-Serie von „Techtlmechtl“ ist im Internet abrufbar unter www.youtube.com.

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