Vorbild Spiel ohne Grenzen: 1972 war der Städtewettkampf der große Straßenfeger in Tölz. Das Eisstadion war beim Spiel gegen Hirschau in der Oberpfalz brechend voll. Nach 12:4-Führung verloren die Tölzer noch mit 12:14. Foto: Heinz Wedhorn/A

Eine bayerische Olympiade für Vereine

Bad Tölz - Um Veranstaltungsideen ist der Tölzer Gastronom Peter Frech nie verlegen. Jetzt plant der 48-Jährige eine Art "bayerischer Olympiade". Lesen Sie hier, welche Disziplinen angedacht sind:

Peter Frech erinnert sich noch genau. Er war fünf Jahre alt, als der FernsehStädtewettkampf „Spiel ohne Grenzen“ in Bad Tölz gastierte. Die Tölzer Straßen waren leer. Wer nicht im bis auf den letzten Platz gefüllten Stadion an der Peter-Freisl-Straße Platz gefunden hatte, saß daheim vor dem Fernseher. Und erlebte eine krachende Niederlage der Tölzer Gastgeber mit, die eine 12:4-Führung abgaben und 12:14 verloren. Die Hirschauer veranstalteten daraufhin einen Triumphzug durch Tölz.

„So etwas ähnliches will ich auch machen“, hat sich der um Veranstaltungsideen nie verlegene 48-jährige Peter Frech schon lange gedacht. Ende August 2015 soll aus der Idee Wirklichkeit werden. Statt eines Städtewettkampfs stellt sich der Gastronom eine Art „Bayerischer Olympiade“ für Vereine aus der Region vor. Vielleicht fünf Mannschaften mit rund acht Leuten, die sich in verschiedenen Disziplinen messen. Frech denkt an Stoaheben, Fingerhakeln, Wiagsognschneidn, Bruckbau, Maßkrugstemmen, Boahakeln und - lustig soll’s schließlich auch sein - Speiskartnlesn. Gefragt sind dabei neben Kraft auch Geschicklichkeit und viel Teamgeist.

Als Preis stellt sich Frech einen 250 Kilo schweren verchromten Amboss vor, der wie ein Wanderpokal Jahr für Jahr weitergereicht wird. Obendrauf möchte er mit Brauereien verhandeln, ob dem Gewinnerverein nicht ein schönes Fest oder ähnliches spendiert wird.

Eingebettet wird die Bayerische Olympiade in ein Mittelalter-Festival. Die Veranstalter aus Nürnberg suchen wegen der Sanierung der Burg nach einem Ausweichplatz. Frech: „Die haben sich den Standort am Moraltpark angeschaut und halten ihn für perfekt.“ Inmitten des Platzes wird die Arena sein, in denen zum Beispiel Schwertkämpfe vorgeführt werden. In einem Zirkuszelt finden nicht nur die Bayerische Olympiade, sondern am Abend auch professionelle mittelalterliche Zweikämpfe sowie ein Konzert (Dudelsäcke, Trommeln) statt. Marktstände rund herum geben dem Ganzen den historischen Schaurahmen.

Im Kur- und Tourismusausschuss des Stadtrats wurde das Projekt jetzt vorgestellt und von den Räten einhellig begrüßt. Florian Rein (FWG) merkte an, dass Frech seine Veranstaltungen sehr professionell durchführe. „Da kann man nur begrüßen, wenn er etwas Neues plant.“

Die stellvertretende Kurdirektorin Susanne Frey-Allgaier war ebenfalls sehr angetan von den Plänen. Die TI steht dahinter. Am nächsten Donnerstag muss nun auch der Bauausschuss dem Vorhaben förmlich seine Zustimmung geben.

(Christoph Schnitzer)

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