„Eröffneten“ das neue Büro des „Bullen von Tölz“ (v.li.): Ottfried Fischer, Nessy Karolinger und Peter Seidl. Foto: arp

Einweihungsparty mit Otti Fischer

„Bullen“-Büro nachgebaut

Bad Tölz – Die Stadt ist ab sofort um eine Kulissenattraktion des „Bullen von Tölz“ reicher: Am Donnerstagabend wurde im Beisein von Ottfried Fischer ein Nachbau des alten Büros vorgestellt.

Es befand sich eigentlich in der Wandelhalle, wurde nun aber in Räumlichkeiten der Jod AG an der Herderstraße so gut wie möglich wieder aufgebaut.

Die Idee dazu stammt von Nessy Karolinger, einem Travestie-Künstler aus Hamburg, der seit ein paar Wochen im Badeteil lebt. Karolinger arbeitet zurzeit auch an einem Buch über den „Bullen“, in dem er berichten will, was hinter den Kulissen alles passierte, und welche Probleme es seinerzeit mit der Stadt Bad Tölz gab. Das Buch soll Ende des Jahres erscheinen. „2016 wird das neue Bullen-Jahr“, verkündete Karolinger gestern Abend selbstbewusst. Einen Verlag hat er jedoch nicht gefunden. „Bei den deutschen Verlagen ist das Interesse nicht so groß“, bedauerte er. Dafür hätten Medienhäuser aus der Schweiz und Tschechien Interesse gezeigt.

Zurück zur Filmkulisse: Karolinger hat sich bemüht, sie so originalgetreu wie möglich wirken zu lassen. Das Telefon und das Modell des schiefen Turms von Pisa sind noch von damals, eine Tasse mit der Aufschrift „The Boss“ hat Karolinger nachgekauft. Und vielleicht sei es ja auch der Original-Schreibtisch: „Wir haben diesen Tisch in der Wandelhalle im Keller gefunden.“ An der Wand hängt auch ein Trikot vom ECT – allerdings nicht das originale.

Das Büro wird Teil von Filmtouren, die Karolinger ab März in Bad Tölz und Umgebung anbieten wird. Sie stehen nicht im Zusammenhang mit städtischen Angeboten. Karolinger arbeitet mit Peter Seidl zusammen, der das „Bullen-Museum“ betreibt. Das Engagement des Hamburgers entstand, weil er mit der bisherigen Art der Vermarktung der Fernsehserie in Tölz unzufrieden ist: „Die Tourist-Info bekommt bis zu 400 Anfragen, die meiner Meinung nach nicht zufriedenstellend beantwortet werden.“ Oft werde die Serie „als Schmarrn“ abgetan.

„Jetzt habe ich ja viel mehr Platz“, sagte gestern Abend ein grinsender Ottfried Fischer, als er „sein Büro“ wieder betrat. In der Wandelhalle durfte es aus „baulichen Gründen“, so Karolinger, nicht mehr aufgebaut werden. Wie viel es gekostet hat, wollte er nicht sagen: „Über Geld reden wir nicht.“  (müh)

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