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Mit Brettern verschlagen: Das ehemalige Kurhotel in Bad Heilbrunn. Foto: ao/A

Entwicklung der Ortsmitte: Bad Heilbrunns letzte Chance

Bad Heilbrunn - Viele Heilbrunner Bürger haben, was die Entwicklung der Ortsmitte anbelangt, nach jahrzehntelangem Stillstand resigniert. Gemeinde und Bürgerforum „Bad Heilbrunn lebt“ sind aber in Aufbruchstimmung. „Wir haben einen Status, den wir seit 35 Jahren nicht hatten“, sagt Bürgermeister Thomas Gründl.

So ganz wollten Thomas Gründl und Wolfgang Ott bei einem Pressegespräch am Mittwoch die Katze nicht aus dem Sack lassen. Dennoch wurde deutlich, dass in naher Zukunft endgültig Bewegung in das Thema Ortsmitte kommen könnte. Konkrete Einzelheiten wollen Gemeinde und Bürgerforum im Rahmen eines Informationsabends am Mittwoch, 5. Februar im Kursaal erläutern.

„Dort sollen die Heilbrunner erfahren, wo wir genau in diesem Prozess stehen und welche Möglichkeiten sich aus dem Urteil des VGH heraus ergeben“, sagte Gründl.

Wolfgang Ott stellte heraus, dass 2013 ein für die Gemeinde positives Jahr gewesen sei. „Nach Jahrzehnten einer lähmenden Defensive haben wir es geschafft, Bad Heilbrunn in die Offensive zu bringen“, so Ott. Das macht der Anwalt im Ruhestand vorwiegend am Urteil des Verwaltungsgerichtshofes zum Bebauungsplan Ortsmitte fest, das der Gemeinde „volle Rückendeckung“ gebe“ (wir haben berichtet). Doch auch hinsichtlich Gut Nantesbuch bestehe eine gute Kooperation zwischen den Beteiligten. „Dort gilt es jetzt, eine Symbiose zwischen Gemeinde und Nantesbuch zu schaffen.“

In 2014 und 2015 liegt der Fokus laut Ott weiter auf dem Ortsentwicklungsprozess. Und diesbezüglich ist Ott recht hoffnungsfroh. „Mein Wunsch und meine Vorstellung ist es, im zweiten Halbjahr 2015 Eckpunkte für eine Planungs- und Gestaltungssicherheit zu haben.“ Er verstehe die große Skepsis in der Bevölkerung, schließlich habe es in der Vergangenheit schon oft geheißen, dass es bald vorangeht. „Dass keiner mehr dran glaubt, ist ein Wunder Punkt.“ Doch was in den letzten zwölf Monaten durch die gemeinsamen Anstrengungen von Gemeinde, Bürgerforum, Anwalt und Planern erreicht wurde, zeige, „dass wir auf einem guten Weg sind, den Prozess voranzubringen“.

Natürlich, das räumte Ott ein, sei die Ortsenwicklung - die übrigens nicht nur das Zentrum, sondern auch die Integration der Stiftung Gut Nantesbuch umfasse - ein Prozess über mehrere Jahre. „Es wird da am 5. Februar auch noch kein Ergebnis geben“, ergänzte Gründl. Doch jetzt, davon ist Ott überzeugt, geht es „um die letzte Chance“. Das Angebot an Max Hoefter, sich konstruktiv einzubringen, stehe übrigens nach wie vor. „Wenn er sich aber nicht einbringt, hindert uns das nicht daran, den Weg weiterzugehen.“ (ah)

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