Stefan Hedrich Er gilt als Erfinder der Magnetschwebebahn

Erfinder des Transrapid gestorben

Bad Heilbrunn/Rimsting - Der „geistige Vater des Transrapid“, wie Stefan Hedrich genannt wurde, ist tot. Er starb am Dienstag im Alter von 90 Jahren im Siebenbürgerheim in Rimsting am Chiemsee. Mehr als 20 Jahre lebte Hedrich in Bad Heilbrunn.

1966 kam Hedrich die Idee, die ihn berühmt machen sollte: Eine „Schnellbahn in berührungsfreier Fahrtechnik“ zu entwickeln, die 500 Kilometern pro Stunde zurücklegen kann. Auf seine Initiative hin kamen kurz darauf 230 Wissenschaftler aus sechs Nationen zusammen, um in einer Forschergruppe den Transrapid zu entwickeln. 1967 initiierte Hedrich die „Gesellschaft für bahntechnische Innovation“, der Firmen wie Dornier, Krauss-Maffei und Siemens angehörten. Nach der Entwicklung des Prototypen des Transrapids wurde Hedrich Berater des Bundesforschungsministers.

Die Magnetschwebebahn kam in Deutschland allerdings nur auf Teststrecken zum Einsatz. Anders in China: In Shanghai baute man die erste Transrapidstrecke, die im Dezember 2002 in Betrieb genommen wurde. In München scheiterte der Bau einer Verbindung vom Hauptbahnhof zum Flughafen an der Finanzierung.

Hedrich, am 7. August 1919 im rumänischen Bistritz geboren, hatte in Berlin Flugzeugbau studiert. Während des Zweiten Weltkrieges diente er in der deutschen Wehrmacht. 1947 wurde er aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft entlassen.

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