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Postkartenmotiv: Diese Ansicht der denkmalgeschützten Falkenhütte (oben) bleibt bei der Generalsanierung unverändert.

Generalsanierung 

Falkenhütte: Bauarbeiter lösen Wanderer ab

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Im Spätherbst startet die Generalsanierung der Falkenhütte im Karwendel. Am Freitag hat die vorerst letzte Saison in dem Gasthaus begonnen. Erst 2020 soll der neue Komplex eröffnen.

Hinterriß/Eng – Sie ist eine der meistbesuchten Hütten im Karwendelgebirge. Kein Wunder, sie steht auf einem der schönsten Plätze: auf einem kleinen Plateau unterhalb der mächtigen Lalidererwände. Sie ist Anlaufpunkt für Wanderer, Kletterer und Moutainbike-Fahrer, die allesamt die Gastfreundlichkeit der Familie Kostenzer schätzen. Sie bewirtschaftet bereits seit 70 Jahren die Hütte.

Das vor fast 100 Jahren gebaute Berggasthaus ist in die Jahre gekommen. Zahlreiche Behördenauflagen sowie notwendige bauliche Maßnahmen zur Substanzerhaltung machen eine Generalsanierung erforderlich, so ist in der jüngsten Ausgabe der DAV-Alpinwelt zu lesen. Damit verbunden ist demnach der Abbruch und ein Ersatzbau des Horst-Wels-Hauses, ein Anbau an das Technikgebäude und weitere umfassende Eingriffe. Die Alpenvereinssektion Oberland will als Bauherr 6,3 Millionen Euro für das Projekt ausgeben.

Die künftige Süd-Ost-Ansicht mit dem geplanten Teilersatzbau. Daneben der Neubau anstelle des bisherigen Horst-Wels-Hauses.

Die große Summe ist in erster Linie den besonderen Umständen geschuldet, sagt Joachim Burghardt. Der stellvertretende Sprecher der DAV-Sektion Oberland verweist darauf, „dass Bauvorhaben im Gebirge immer deutlich teurer sind als im Tal“. Jeder Nagel und Ziegelstein müsse zu der 1848 Meter hoch gelegene Baustelle gebracht werden. Und die liege bekanntlich im Naturschutzgebiet, worauf die Arbeiter Rücksicht nehmen müssen. Zudem seien im Hochgebirge „die Bauzeiten naturgemäß kürzer als unten“. Noch einen Punkt führt Burghardt ins Feld: Seit 2015 steht die Falkenhütte unter Denkmalschutz. Die Handwerker müssen deshalb „mit besonderer Vorsicht ans Werk gehen“.

Und das ist laut Bericht in der „Alpinwelt“ im Einzelnen geplant: Der nach Süden erweiterte Quertrakt der Falkenhütte, in dem bisher neben dem Treppenhaus noch die veralteten Sanitäranlagen untergebracht sind, wird abgebrochen und durch einen ähnlichen, aber zeitgemäßen Funktionstrakt ersetzt. Der Hauptbaukörper bleibt in seiner Form und Gestaltung unverändert, lediglich Bauwerksschäden werden behoben. Auch die große ursprüngliche Stube mit ihrer Wandtäfelung, dem ganzen Mobiliar sowie dem gemalten Wandfries bleibt erhalten und wird fachkundig restauriert.

Da die jetzige Energiezentrale aufgrund des öffentlichen Stromanschlusses nicht weiter gebraucht wird, wird sie abgebrochen. An gleicher Stelle entsteht der Ersatzbau des bisherigen Horst-Wels-Hauses und damit ein neues, deutlich verbessertes Schlafgebäude. Dieses soll sich jedoch – ebenso wie der neue Funktionstrakt – in seinem Erscheinungsbild der Urhütte unterordnen. Die Gesamtzahl der Schlafplätze bleibt gleich: 148 zuzüglich Winterraum. Größer wird laut Burghardt nur die Gaststube: „Da haben dann künftig alle Bergsteiger Platz, die hier übernachten.“

Mit allen Genehmigungen ist man auf der Zielgeraden. Die Zusammenarbeit mit den Behörden sei sehr konstruktiv, berichtet Andrea Rauchalles in „Alpinwelt“.

Am Freitag hat die neue – und für Pächter Fritz Kostenzer vorerst letzte – Saison begonnen (siehe Kasten). Die Falkenhütte ist wieder zugänglich. Ein paar Tage war sie in eine schwarz-rot-goldene Plastik-Hülle eingepackt: Ein Kammerjäger machte Jagd auf Wanzen.

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