Vor den Faschingszügen: Loisachtaler Wagenbauer im Endspurt

Bichl/Benediktbeuern - Der Faschingsendspurt steht vor der Tür. Für die Maschkera aus Bichl und Benediktbeuern heißt das: Ranklotzen, damit die Umzugswagen noch fertig werden. Volles Programm ist hier wie dort geboten.

„Alles läuft nach Plan. Wir sind mittendrin, wenn nicht sogar schon im Endspurt“, verkündet Tobias Limm, Vorsitzender der Bichler Maschkera, zuversichtlich. Denn auch heuer wird in Bichl der Fasching gebührend gefeiert.

Für den Faschingszug haben sich 15 Wagen, sechs Fußgruppen und drei Musikkapellen angekündigt. Zum Gaudiwurm erwartet Limm rund 5000 Faschingsfreunde aus Bichl und Umgebung. „Ich freu mich drauf. Was die Wagen an Themen auffahren, ist immer lustig.“

Mit kuriosen Auflagen wie in Penzberg muss sich Limm nicht herumschlagen. Dort dürfen die Süßigkeiten von den Wagen aus nur noch sanft aus dem Handgelenk in die Menge geworfen werden. „Das liegt daran, dass die immer Konfettikanonen eingesetzt haben. Die haben wir aber nicht. Bei uns ist alles Handarbeit“, erklärt Limm.

Was die Bichler sich heuer alles für die Wagen überlegt haben, will er noch nicht verraten. „Was Politisches zum Nachbardorf ist aber bestimmt dabei.“ Das hat schließlich Tradition - die Nachbarn nimmt man seit jeher gerne auf die Schippe.

Das sehen die Benediktbeurer nicht anders. Auch im Klosterdorf wird noch bis tief in die Nacht an den Wagen gebaut, wie Bernd Schöpf, Zweiter Vorsitzender im Maschkeraverein, erzählt. „Wir werden neben unserer Nachbardorf-Parodie auch was zur Olympiade, zur Tölzer Leonhardifahrt und zur Dorferneuerung haben. Was die Maschkera auf die Beine stellen, kann sich immer sehen lassen.“

Über 5000 Gäste erwartet er zum diesjährigen Faschingszug. Zwölf Wagen, acht Fußgruppen und fünf Kapellen werden an den Zuschauern vorbei vom Bahnhof durchs Dorf ziehen. Und auch die Garden und das Prinzenpaar sind natürlich mit von der Partie. „Im Prinzip ist alles wie im Vorjahr. Auch an der Verpflegung fehlt es nicht. Ausschank, Bratwürstl, Steckerlfisch - alles da“, freut sich Schöpf. Jetzt müsse nur noch das Wetter stimmen, so der Vorsitzende. Orkanstürme wie Wiebke und Vivian im Jahr 1990 sind heuer nicht zu erwarten. Damals mussten beide Umzüge abgesagt werden. „Wenn das Wetter passt, dann haben wir eh schon gewonnen“, sagt Schöpf. Die Vorhersagen für die kommenden Tage verheißen zur Freude der Maschkera viel Sonnenschein. (mk)

Faschingszug-Termine:

In Bichl geht’s am Sonntag, 6. März, um 13.33 Uhr an der Sindelsdorfer Straße los. Der Zug endet gegen 16.30 Uhr. Danach trifft man sich zum Ausklang im Saal des Gasthofs Bayerischer Löwe.

In Benediktbeuern beginnt das Faschingstreiben am Dienstag, 8. März, um 12 Uhr am Dorfplatz. Von dort geht es um 12.45 Uhr zum Bahnhof, wo sich der Faschingszug um 13.33 Uhr in Bewegung setzt. Um 15.30 Uhr findet am Dorfplatz das Haberfeldtreiben statt. Danach geht’s zum Kehraus in die „Post“ und in den Gasthof Herzogstand. Um Mitternacht wird traditionell der Faschingsprinz „beerdigt“.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Bericht über Nahtod-Erfahrungen: „Es kann nur ein Schutzengel gewesen sein“
Wie fühlt es sich an, wenn man stirbt? Was passiert dabei? Über Nahtod-Erfahrungen wurde nun im Zentrum für Umwelt und Kultur im Kloster Benediktbeuern gesprochen. Das …
Bericht über Nahtod-Erfahrungen: „Es kann nur ein Schutzengel gewesen sein“
Tölz live: Penzbergerin (29) nach Unfall in Benediktbeuern verletzt
Kleiner Blechschaden da, großer Stau dort, eine Gewitterfront zieht an, ein tolles Konzert startet in Kürze. Hier gibt‘s unseren Newsblog direkt aus der Redaktion.
Tölz live: Penzbergerin (29) nach Unfall in Benediktbeuern verletzt
Außergewöhnlicher Unfall: Lkw bleibt unter Brücke stecken - hoher Sachschaden
Spektakulärer Unfall in Bichl: Ein Lastwagen legte erst die Kochelseebahn lahm, dann blieb er unter einer Brücke stecken. Der Sachschaden ist hoch.
Außergewöhnlicher Unfall: Lkw bleibt unter Brücke stecken - hoher Sachschaden
Theo Waigel zur Flinthöhe: „Tölz eine Jahrhundert-Chance eröffnet“
Über Entwicklungen in Bad Tölz, aber auch in der Bundespolitik, sprach nun der ehemalige Bundesfinanzminister Theo Waigel in der Franzmühle. 
Theo Waigel zur Flinthöhe: „Tölz eine Jahrhundert-Chance eröffnet“

Kommentare