Der neue Vorstand des Reutberger Fördervereins (sitzend v. li.): Vorsitzender Gerald Ohlbaum sowie Helmut Rührmair, Hans Kaiser und Holger Emmrich sowie (stehend v. li.) Spiritual Josef Beheim und die Beiräte Carl Langheiter, Hildegard Kell, Josef Mannhart, Pfarrer Herbert Weingärtner, Bruno Olbert, Hans Schneil und Martin Englert. Foto: mk

Förderverein Kloster Reutberg: Neuer Vorstand, neue Aufgaben, alte Probleme

Sachsenkam - Nach dem Tod Walter Zainers startet der Förderverein Kloster Reutberg in eine neue Ära.

Die Vorstandsriege des „Vereins der Freunde des Klosters Reutberg“ ist wieder komplett. Nach dem Tod des Initiators und Vorsitzenden Walter Zainer vor zwei Monaten war der Verein zunächst kommissarisch geleitet worden.

Acht Wochen lang hatte der stellvertretende Vorsitzende Gerald Ohlbaum den Förderverein aushilfsweise geführt. Am Freitag fanden bei der Jahreshauptversammlung turnusgemäß Wahlen statt. Dabei wurde Ohlbaum einstimmig mit dem Amt des Vorsitzenden betraut. Seinen früheren Platz nimmt Helmut Rührmair ein, bislang Beirat. Schatzmeister blieb Hans Kaiser, Holger Emmrich wurde als Schriftführer bestätigt. Im Kreis der Beiräte verblieben Bürgermeister Hans Schneil, der Dietramszeller Pfarrer Herbert Weingärtner, Kreisheimatpfleger Martin Englert und Josef Mannhart. Neu dazu kamen Hildegard Kell, Bruno Olbert und Carl Langheiter. Olbert war in seiner beruflichen Laufbahn unter anderem als Revisor im Ordinariat und diesbezüglich als Verwalter für das Kloster Reutberg im Einsatz.

Langheiter wiederum hat bereits in seinem Heimatort Miesbach Erfahrungen mit der Problematik aussterbender Klöster gesammelt. Satzungsgemäß einen festen Sitz im Vorstandsgremium haben Spiritual Josef Beheim und eine Abgesandte der Schwesternschaft. Beheim hielt zu Beginn einen Nachruf auf Walter Zainer: „Er war voller Tatendrang und konnte auch andere begeistern. Ohne ihn wäre der Verein nicht entstanden und so schnell gewachsen.“

Man freue sich nun, dass die Sanierung der Empore in der Klosterkirche bald abgeschlossen werde, so Ohlbaum. Ansonsten müsse man abwarten, bis das Ordinariat voraussichtlich im Frühjahr ein Konzept über die weiteren Schritte vorstellt. Die Sanierung der Kirche habe allerdings mit dem Erhalt des Klosters nichts zu tun, so der neue Vorsitzende. „Man hat uns mitgeteilt, dass es keine Aussicht auf den Zugang einer Ordensgemeinschaft gäbe, weder aus dem Inland noch aus dem Ausland.“ Novizinnen aufzunehmen, sei nicht möglich, da sich unter den Reutberger Schwestern keine Novizenmeisterin befinde. „Aber es hieß, die verbliebenen Schwestern können bleiben, solange sie wollen.“

Um die Effizienz des Vereins zu steigern, berief Ohlbaum eine Arbeitsgruppe. „Wir müssen uns überlegen, wie wir an mehr Mitglieder und Spenden kommen.“ Aktuell sind 168 Mitglieder eingetragen. Im Jahresprogramm 2013 sind noch zwei Termine offen: Nach der erfolgreichen Premiere 2012 soll es heuer am 8. Dezember am Reutberg wieder einen Adventsmarkt geben. Außerdem liest Martin Englert in Nachfolge von Walter Zainer am 22. Dezember in der Klosterkirche die „Heilige Nacht“ von Ludwig Thoma.

Um die geistige Verbindung zwischen dem Reutberg mit seiner nachempfundenen Loreto-Kirche und dem Wallfahrtsort Loreto in Italien zu stärken, schlug Ohlbaum vor, eine Pilgerreise dorthin zu unternehmen.

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