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Frank McCourt (†) Bestseller-Autor mit Erinnerungen an Lenggries

Frank McCourts erotische Abenteuer in Lenggries

Lenggries - Der am Wochenende verstorbene Pulitzer-Preisträger („Die Asche meiner Mutter“) war lange als Soldat in der Prinz-Heinrich-Kaserne stationiert.

Wo Frank McCourts berühmte Autobiografie „Die Asche meiner Mutter“ aufhört, fängt die Fortsetzung „Ein rundherum tolles Leben“ an. Darin beschreibt er die Zeit, die er in den 50er-Jahren in der Prinz-Heinrich-Kaserne – es sind nicht seine angenehmsten Erinnerungen.

Als ihn die US-Army 1951 – da ist McCourt 21 Jahre alt – in Deutschland stationiert, ist das nicht sein Wunschziel. Eigentlich hatte er darauf gehofft, nach England versetzt zu werden, denn von dort wäre seine irische Heimat nicht weit gewesen. „Aber sie schicken mich zu der Hundestaffel in Lenggries.“

Begeistert ist er damals nicht davon, Hunde zu zähmen: „Dem Corporal sage ich, dass ich was gegen Hunde habe. Der Captain sagt nur, dass ich nicht gefragt werde.“ Nach anfänglichen Schwierigkeiten sind McCourt und Hund Iwan schließlich doch „ein Herz und eine Seele“.

Dann wird er aber auf die Stabsdienstschule in der Lenggrieser Prinz-Heinrich-Kaserne beordert, wo er eine Ausbildung als Kompanieschreiber machen muss. Das empfindet der junge Mann als Strafe: „Vielleicht schicken sie mich dahin, weil ich die High School nicht besucht habe.“ Das Schlimmste dabei sei, „jeden Morgen die Stärkemeldungen zu tippen“. Und die müssen perfekt und fehlerfrei sein.

Neben diesen eher traurigen Erlebnissen verbindet der Bestseller-Autor mit seinem Aufenthalt im Isarwinkel auch lustige Episoden: Eines Abends im Lenggrieser Wirtshaus lädt ihn „Madl“ Ruth auf ein Bier zu sich nach Hause ein. Am nächsten Morgen steht plötzlich ihr Freund, der auch McCourts Vorgesetzter ist, vor der Tür. „Sie zischt und quiekt, dass ich aus dem Fenster verschwinden soll.“ So kehrt er an seinen Arbeitsplatz zurück. „Ich erwarte, wieder Iwan zugeteilt zu werden.“ Doch ab jetzt heißt es, sich um die Versorgung zu kümmern – für McCourt eine Frustration.

Auch ein Teil der Geschichte der Prinz-Heinrich-Kaserne ist in seinem Buch festgehalten: Von 1951 bis 1958 war dort die EUCOM-Quartermaster-School stationiert, der auch McCourt angehörte. Danach kehrte er in seine Wahlheimat Amerika zurück. Die Kaserne gaben die Amerikaner erst 1971 der Bundesrepublik zurück, wo ab 1973 die Flugabwehr der Luftwaffe angesiedelt war. Seit fünfeinhalb Jahren steht die Kaserne leer. (tos)

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