Fürs Jubiläum gerüstet: Die Organisatoren des Festes freuen sich auf zahlreiche Besucher (stehend v.li.) Hans Böck, Tom Schuhbauer (2. Abteilungsleiter), Sepp Gerg, Sebastian Greil (Abteilungsleiter) sowie (kniend v.li.) Kaspar Bartl, Stefan Weigmann und Anderl Hartl. Nicht auf dem Bild: Stefan Kiening, Erwin Winhard, Johannes Scheifl und Hans Heiß. Foto: Demel

Fest in Gaißach am Wochenende

Eishackler feiern runden Geburtstag

Gaißach – In Obergries wird am kommenden Wochenende, 18. bis 20. Juli,  groß gefeiert. 50 Jahre gibt es die Eishockey-Abteilung des SC Gaißach. Und darauf wollen die Kufenflitzer in einem Festzelt mit möglichst vielen Gästen, Freunden und Gönnern anstoßen.

Begonnen hat alles in einigen langen Nächten beim „Schmiedwirt“. Eine Schar von knapp 20 jungen Eishockeybegeisterten hegte den Wunsch nach einem selbstständigen Verein mit eigenem Stadion und natürlich vielen großartigen sportlichen Erfolgen. Dazu kam die Hoffnung auf vor Kälte knackende, von November bis März dauernde Winter. Zunächst wurde noch auf den Weihern in und rund um Gaißach dem Puck nachgejagt.

1964 erfolgte dann tatsächlich die offizielle Gründung des EC Gaißach. Hans Kulzer wurde zum ersten Vorsitzenden gewählt. Nur wenige Monate darauf entstand schon durch viel Eigenleistung sowie Geld- und Sachspenden der Bevölkerung und die Unterstützung der Gemeinde in Obergries der Natureisplatz. „So was bringa nur d‘Goaßacher fertig“ war im Januar 1966 in der Heimatzeitung zu lesen. Es war der Bericht über eine festliche Eröffnungsfeier samt Spiel gegen TuS Geretsried. 500 Zuschauer hatten sich bei strahlendem Sonnenschein und klirrender Kälte eingefunden. Viel Lob gab es für die neue Anlage aber auch die gute Leistung der Hausherren. Die Mannschaft von Trainer Schorsch Riedel verlor zwar mit 3:5, war aber nicht unbedingt schwächer als die Gäste.

Der Anfang war verheißungsvoll und ließ für die Zukunft hoffen. Tatsächlich wurde auch gleich in der ersten Saison ein guter dritter Platz in der Kreisklasse belegt. Und es kam noch besser. Es folgte der Aufstieg in die Landesliga, 1975 dann sogar der Sprung in die Bayernliga. Im Spieljahr 1985/86 konnte der Titelgewinn in der Bayernliga- Natureis gefeiert werden. Weitere Erfolge auch im Jugend- und Schülerbereich gab es zu bejubeln. Allerdings wurde es immer schwerer den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten. „Durch die milden Winter können Heimspiele nur noch im Tölzer Eisstadion ausgetragen werden. Auswärtsfahrten sind zudem aufwendig und kostenintensiv“, erklärt der Zweite Abteilungsleiter Thomas Schuhbauer. Durch starken Zusammenhalt wird trotzdem der Zukunft zuversichtlich entgegen geblickt.

Nun soll aber erst einmal Rückschau auf ein halbes Jahrhundert gehalten werden. Zunächst beim Festakt und dann bei vielen Erzählungen und Geschichten in zünftiger Runde. Der Vorstand hofft, alle Aktiven und ganz besonders auch Ehemalige begrüßen zu dürfen. Und da ist sich Schuhbauer mehr als sicher, „hat ein jeder genügend Erinnerungen über wirklich bärige Stunden im Kreise der Goaßara Eishackler.“

Das Programm:

Freitag, 18. Juli, 19 Uhr Rocknacht.

Samstag, 19. Juli, 18 Uhr „Isarwinkler Spitzbuam“.

Sonntag, 20. Juli, 10 Uhr Festgottesdienst, anschließend Festakt mit der Musikkapelle Gaißach 17 Uhr, Oid Foia Musi

Täglich Barbetrieb

 Hans Demmel

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