Feiern gerade großen Erfolg mit einem neuen Lied: Der „Addnfahrer“ mit seinen charakteristischen orangen Hosenträgern (Mitte) und seiner Band „Dorfrocker“.
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Feiern gerade großen Erfolg mit einem neuen Lied: Der „Addnfahrer“ mit seinen charakteristischen orangen Hosenträgern (Mitte) und seiner Band „Dorfrocker“.

Neues Lied von Gaißacher Comedian

Der „Addnfahrer“ aus Gaißach und die Band „Dorfrocker“ feiern großen Erfolg

  • vonInes Gokus
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Neues vom „Addnfahrer“: Gemeinsam mit der fränkischen Band „Dorfrocker“ hat der Gaißacher Comedian ein Lied aufgenommen – und das feiert auf den Streamingdiensten bereits nach kurzer Zeit enorme Erfolge.

Gaißach - Mit dem Stück „Der King“ lassen sie den Bauernstand hochleben. Der Song war bereits bester Newcomer auf Spotify, bei den I-Tunes-Schlagercharts auf Platz 1 und kam in eine Nominierung zum besten Newcomer der BR-Schlagerparade. „Das ist echt eine coole Aktion“, sagt Thomas Willibald – so der echte Name des „Addnfahrers“. Zum Gesang kam er auf Anfrage der „Dorfrocker“. „Am Anfang war es katastrophal. Da war Katzenjammer der reinste Ohrenbalsam dagegen“, erinnert er sich lachend. „Aber mit den guten Tipps von Sänger Tobi ist es schnell gut geworden.“

Der „Addnfahrer“ hat sich nun auch im Singen probiert

Jetzt ist „Der King“ mit über einer Million Clicks der erfolgreichste Song der Frankenband, die immerhin schon für den „Echo“ nominiert war. Das Lied und das dazugehörige Video sind erst im März aufgenommen worden. Wer aber meint, dass es sich dabei um eine reine Spaßnummer handelt, irrt: „Wir sind der Meinung, dass den Landwirten gerade in letzter Zeit zu wenig Anerkennung und Respekt entgegengebracht wird. Sie sind es, die dafür sorgen, dass wir alle Milch im Supermarkt, Brot beim Bäcker und Wurst beim Metzger kaufen können“, so die „Dorfrocker“. Der „Addnfahrer“ sieht das ähnlich: „Ich hatte immer schon ein Problem damit, dass die Bauern so schlecht angesehen sind und wollte schon lang was dazu machen.“

Neues Lied „Der King“ schon über eine Million Clicks

Der „Addnfahrer“ selbst kommt nicht aus der Landwirtschaft, obwohl sein Bühnenname das vermuten lässt. Denn eine „Addn“ ist eine Wiesenegge, ein regionaler Isarwinkler Begriff. Mit Videos, die er unter diesem Namen aus Spaß ins Internet gestellt hatte, begann vor sechs Jahren die Laufbahn des ehemaligen Schlossers zum Comedian, der mittlerweile ein zweistündiges Bühnenprogramm mit dem Titel „s’Lem is koa Nudlsubbn“ geschrieben hat und damit bis zur Corona-Krise in ganz Bayern unterwegs war. Es seien nette, lustige Geschichten aus dem Leben und er will, „dass die Leute einen spaßigen Abend haben und mit einem fetten Grinsen rausgehen“.

Seine ersten Videos schaut er sich inzwischen nur ungern an, er sagt dazu: „Ich hab lang gebraucht, um erwachsen zu werden. Und so, wie ich mich da gebe, bin ich gar nicht.“ Auch wenn er seinen jetzigen Job als echtes „Ankommen“ betrachtet, war es nicht immer einfach, seiner Berufung hartnäckig zu folgen. „Man braucht Durchhaltevermögen und grad im Isarwinkel hab ich am Anfang schon sehr polarisiert. Deswegen würde ich da auch nicht auftreten, alte Comedy-Regel.“

Corona bremste auch den „Addnfahrer“ aus - größter bisher geplanter Auftritt fiel der Pandemie zum Opfer

Als er das erste Mal, quasi über Nacht, 600.000 Clicks auf seine Videos hatte, wurde ihm durchaus ein wenig anders. „Ich denke da an eine Arena voll Menschen, und die haben mich alle gesehen“. Dann sagte er sich: „Wenn ich das weiter mache, dann gscheid“. Und heute arbeiten etwa 30 Leute dafür, dass seine Karriere vorangeht. Corona allerdings hat ihn, wie alle Künstler, „krass ausgebremst“. „Gottseidank kann ich immer noch ganz viel online machen“, berichtet Willibald, „aber ausgerechnet der Auftritt mit den bisher meisten Zuschauern (1100) musste im vergangenen Jahr abgesagt werden, sozusagen auf dem Olymp seiner Karriere. Beschweren wolle er sich aber trotzdem nicht, denn: „Ich habe eine unfassbar große Fanbase, damit bringe ich Corona gut rum“.

Außerdem gibt es auch privat Grund zur Freude für den bald Dreißigjährigen: Er wird im Juni Papa. Er und seine Frau leben derzeit im bayerischen Wald, sind aber auf der Suche nach einem Zuhause in der alten Heimat. Wenn er so zurückdenkt, hätte er nie gedacht, dass es ihn mal auf die Bühne verschlagen würde. Sein Opa allerdings hat sein Talent schon früh erkannt: „Er hat immer über mich gesagt: Der muss mal in München im Platzl stehen.“

Der Song „Der King“ ist auf allen bekannten Streamingdiensten zu hören.

Schon zu Beginn der Corona-Krise hatte sich der Comedian mit der bayerischen Goschn über die Corona-Politik der Staatsregierung lustig gemacht.

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