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Kindersegen in Gaißach: Die Gemeinde treibt jetzt die Pläne für den Ausbau des Kinderhauses voran.

Ausbau

Große Pläne fürs Kinderhaus: Gaißach reagiert auf Babyboom

In Gaißach werden immer mehr Kinder geboren. Die Gemeinde treibt daher den Ausbau von Kindergarten und Krippe voran - auch als Reaktion auf einen gesellschaftlichen Wandel.

Gaißach– Für ihr Kinderhaus in Obergries hat die Gemeinde Gaißach große Pläne. Vor Jahresfrist hatte der Gemeinderat beschlossen, mit einem Konzept aus Teilabriss des bestehenden Gebäudes und zwei Neubauten ins Verfahren zu gehen. Bürgermeister Stefan Fadinger stellte seinerzeit klar: „Das haben wir vor, das geht aber nicht auf die Schnelle. Bis zur Realisierung wird es sicher noch einige Jahre dauern.“

Nun erfolgt der nächste Schritt: Noch im August wird die Gemeinde Fördermittel aus dem entsprechenden Investitionsprogramm des Freistaats beantragen. „Unsere Verwaltung stellt gerade den Förderantrag an die Regierung von Oberbayern zusammen, unser Plankonzept von 2018 wird nicht geändert“, betonte der Bürgermeister. Erst wenn die Förderzusage vorliege, werde die Gemeinde die Eingabeplanung in Auftrag geben.

Mehr Geburten, mehr Nachfrage nach Betreuung: Gaißach baut sein Kinderhaus aus

Mit ihrer Planung reagiert die Gemeinde auf die seit Jahren steigenden Geburtenzahlen in Gaißach und auch geänderte Lebensgewohnheiten der Eltern, die heute fast alle Kinder in eine Kita geben und auch das Angebot längerer Betreuungszeiten sowie Mittagessen in Anspruch nehmen. Die neue Planung geht von fünf Kindergarten- und zwei Krippengruppen aus.

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Und so sieht die bislang lediglich skizzierte Planung aus: An den 2012 errichteten flachen Pavillonbau für die Krippe schließt sich ein Altbauteil aus dem Jahr 1980 an, der etwa zur Hälfte stehen bleibt, während der anschließende östliche Gebäudeteil aus den 1930er-Jahren abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden soll. Schließlich soll von dort aus mittels eines überdachten Gangs eine Anbindung zu einem zweiten Neubau auf der rückwärtigen südlichen Gartenseite geschaffen werden.

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Neben der bestehenden Krippe soll im einzig verbleibenden Altbauteil eine zweite Krippengruppe Platz finden, daran anschließend ein großer Speisesaal für die Mittagsbetreuung: im neuen östlichen Gebäudeteil und im südlich abgesetzten Neubau sollen dann fünf Gruppen der Kita (derzeit sind es vier) untergebracht werden. 

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Dieser südliche Neubau soll vorab in einem ersten Bauabschnitt errichtet werden, damit eine Beeinträchtigung des laufenden Kindergartenbetriebs weitgehend vermieden werden kann.

Rainer Bannier

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