+
24 Helfer der Tölzer Feuerwehr eilten zu dem Haus. Das Gebäude bleibt bewohnbar. 

Nachbarn, BRK und Feuerwehr Tölz verhindern das Schlimmste

Brand in Mülltonne: Flammen greifen auf Hasenstall über und bringen auch ein Wohnhaus in Gefahr

  • schließen

Ein Brand am Sonntagabend in Gaißach hat an einem Wohnhaus einen Sachschaden von rund 10.000 Euro verursacht. Ein Sanitäter wurde leicht verletzt, zudem verendeten zwei Hasen. 

Gaißach/Bad TölzWeil ein junger Mann (18) am Sonntagabend heiße Asche aus dem Kamin zu schnell in die Plastikmülltonne gefüllt hatte, geriet diese gegen 20 Uhr in Brand und sorgte für beträchtlichen Schaden. Der Vorfall passierte an einem Wohnhaus auf Gaißacher Flur, das jedoch noch zum Einzugsgebiet der Tölzer Feuerwehr gehört. Laut Polizeibericht fing die Mülltonne im Laufe des Abends zu brennen an, worauf das Feuer auf den nebenstehenden Hasenstall übergriff. Tonne und Hasenstall brannten komplett aus, zwei Tiere verendeten.

Lesen Sie auch: Lenggrieserin Vroni Lijsen ist „Verrückt nach Meer“

Weil Tonne und Stall unter dem Vordach standen, wurden durch die große Hitze auch die Hausfassade und zwei Fensterscheiben in Mitleidenschaft gezogen. Auch die Dachbalken des Hauses wurden angekohlt. Den Gesamtschaden beziffert die Feuerwehr auf rund 10 000 Euro.

Nachbarn entdeckten das Feuer und wählten den Notruf. Als erstes war das BRK vor Ort und half zusammen mit den Nachbarn, das Feuer zu löschen. Ein Sanitäter wurde durch den Rauch leicht verletzt. Die Feuerwehr Tölz, laut Kommandant Wolfgang Stahl mit 24 Ehrenamtlichen im Einsatz, übernahm die weiteren Arbeiten, öffnete auch den Dachstuhl und untersuchte das Gebäude mit einer Wärmebildkamera. Anschließend wurde das Gebäude durchgelüftet und als bewohnbar freigegeben.

Lesen Sie auch: Bergwacht muss verletzten Langläufern zu Hilfe kommen

Die Nachbarn riefen zwei Mal, nach eigenen Angaben im Abstand von mehreren Minuten, via 112 in der Integrierten Leitstelle (ILS) in Weilheim an, berichteten sie am Montag dem Tölzer Kurier. „Die Flammen gingen schon bis zum Dachstuhl hoch. Wir hatten Sorge, dass die Feuerwehr nicht rechtzeitig kommt“, berichtet die Nachbarin, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte.

Dass sie zweimal angerufen beziehungsweise alarmiert wurden, bestätigen ILS und Feuerwehr. „Bei uns gingen routinemäßig sofort Alarmierungen an BRK, Feuerwehr und Polizei raus“, sagt Christoph Fischer, stellvertretender Leiter der ILS. Zuerst sei der Brand eines Hasenstalls, dann eines Dachstuhls gemeldet worden. Laut Fischer kommt es durchaus vor, dass Menschen bei einem Brand mehrmals anrufen. Ähnlich äußert sich auch Wolfgang Stahl. „In der Panik verliert man rasch das Gefühl für Zeit“, sagt er, ohne die Anruferin damit kritisieren zu wollen. Um 20.06 Uhr hieß es von der ILS zuerst Brand eines Hasenstalls, um 20.10 Uhr sei „Vollalarm“ ausgelöst worden, bestätigt auch Stahl. Die Tölzer Wehr sei „drei Minuten nach der Alarmierung mit dem Löschfahrzeug draußen gewesen“.

Dass das BRK als erstes vor Ort war, lag laut Fischer daran, dass deren Helfer mit ihrem Fahrzeug näher waren als die Feuerwehr. Zur Brandstelle war übrigens auch Kreisbrandrat Alfred Schmeide geeilt. Ab einer gewissen Alarmierungsstufe – in diesem Fall Dachstuhlbrand – werde auch er benachrichtigt, so Schmeide.  

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Fachtreffen im Kurhaus Bad Tölz: Günstig bauen trotz steigender Preise
Wie können Städte und Gemeinden preiswert bauen? Ein Fachtreffen mit Vertretern von Kommunen, aus Politik und Wirtschaft zu diesem Thema fand im Tölzer Kurhaus statt.
Fachtreffen im Kurhaus Bad Tölz: Günstig bauen trotz steigender Preise
Tobias aus Bichl
Bei Familie Lisa und Johannes Urban gab es im Dezember 2018 wieder Nachwuchs. Tobias erblickte am 1. Dezember in der Kreisklinik Wolfratshausen das Licht der Welt. Der …
Tobias aus Bichl
72-Stunden-Aktion des BDKJ: Einsatz für andere und mit anderen
Die Welt in 72 Stunden ein bisschen besser machen: Dieser Gedanke steckt hinter der „72-Stunden-Aktion“, die der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) heuer …
72-Stunden-Aktion des BDKJ: Einsatz für andere und mit anderen
Prozess um angeschossenen Kater: Verhandlung ausgefallen
Weil der Angeklagte erkrankt ist, wurde die erneute Verhandlung über den angeschossenen und gestorbenen Kater Maxl am Amtsgericht Wolfratshausen jetzt abgesagt. Das …
Prozess um angeschossenen Kater: Verhandlung ausgefallen

Kommentare