+
Bob Ross nimmt nur noch den Taktstock in den Mund. Er gastiert mit Blechschaden am Freitag in Gaißach.

Brexit hin oder her: Bob Ross kommt

  • schließen

Im Interview verspricht „Blechschaden“-Boss Bob Ross ein unterhaltsames Konzert in Gaißach an diesem Freitag.

Gaißach – Bob Ross gibt mit seinem Ensemble „Blechschaden“ am Freitag, 11. Oktober, ein Konzert in Gaißach. Kurier-Redakteur Alois Ostler hat sich vorab mit dem humorvollen Musiker am Telefon unterhalten.

Herr Ross, Wissen Sie denn überhaupt, wo dieses Gaißach ist?

Ich glaube, das ist ein Ort irgendwo in Bayern und der hat täglich zwei Höhepunkte: Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Der dritte Höhepunkt ist Blechschaden, und das ist am Freitag.

Sie waren vor ein paar Jahren schon mal ganz in der Nähe, bei einem Gastspiel in Bad Tölz...

Ja dann. Das schaffen wir, dass wir da hinkommen. Ich weiß, der Veranstalter heißt Hans Krinner, der baut Trompeten.

Auf was dürfen sich denn die Zuhörer freuen?

The same procedure ...  So heißt es in dem bekannten Film zu Silvester. Bei uns geht das schon seit 35 Jahren so. Das ist der Wahnsinn. Wir feiern heuer 35-jähriges Bestehen. Und Sie wissen ja, wir haben ein großes Repertoire. Wir spielen nicht nur Blasmusik, sondern auch schöne Klassik. Blechschaden hat alles dabei. Und ich verspreche Ihnen: Trotz Brexit werden wir auftreten.

Als Schotte verfolgen sie diese politische Entwicklung bestimmt mit großem Interesse?

Natürlich, denn Schottland ist für Europa. Und ich bleibe in München. Mein Hausarzt hat gesagt, er schreibt mir ein Attest, dass ich hier bleiben sollte. Man darf das alles nicht so ernst nehmen mit dem Brexit.

Bob Ross in Gaißach: „Akustik in Hamburg und München ist schlecht“

Sie sind viel unterwegs mit Ihrem Ensemble?

Vor Kurzem waren wir in der Elbphilharmonie in Hamburg. Ich habe zu meinen Musikern gesagt: Macht euch keine Hoffnungen. Ich war dabei, als der Gasteig in München eröffnet wurde, und jetzt wird er abgerissen, weil die Akustik so schlecht ist.

Und wie ist die Akustik in Hamburg?

Viel schlimmer. Die Halle ist fünf Stockwerke hoch. Ganz oben hört man nichts mehr. Deshalb müssen sie alles mit Lautsprechern verstärken. Aber: Es ist ein schöner Konzertsaal: Die Akustik ist jedoch nicht besser als in München am Gasteig.

Sie haben bis vor zwei Jahren noch selbst bei den Münchner Philharmonikern gespielt. Nehmen Sie denn Ihr Horn noch hin und wieder in die Hand oder nur den Taktstock?

Ich habe Horn gelernt, weil ich Asthmatiker war und noch immer bin. Das Instrument war die beste Therapie. Deshalb bin ich noch total fit. Als ich gehört habe, dass ich schon mit 63 Jahren in Rente gehen kann, habe ich das sofort gemacht. Ich habe vor zwei Jahren mein Dienst-Horn zurückgegeben. und kein Instrument mehr in die Hand genommen. Also: Nur noch dirigieren. Jeder kann das. Ich stehe einfach da und die anderen spielen (lacht).

Wie schaut es denn mit Ihrer Liebe zum Fußball aus?

Ich bin großer Fan von Unterhaching, die ich mit vielen Auftritten unterstützt habe. Ich habe auch noch meine Dauerkarte. Und die Zuschauer fragen mich: Wann gibt es wieder Blasmusik. Dann sage ich: Ihr müsst erst aufsteigen in die erste Liga, sonst kommen die Bläser nicht.

„Blechschaden“-Konzert

Bob Ross gastiert mit seinem Ensemble am Freitag, 11. Oktober, um 20 Uhr im Festzelt neben dem neuen Firmensitz von Krinner-Instrumentenbau an der Erlenstraße in Gaißach. Dort gibt es auch Karten.

Lesen Sie auch:

Sebastian Fräsdorf stellt seinen neuen Film in Tölz vor

Schließung des Edeka-Markts in Gaißach: Neue Ideen sind gefragt

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Nach Unfall bei Tölzer Leonhardifahrt: Wer galoppiert, soll ausgeschlossen werden
Ein Unfall überschattete die Tölzer Leonhardifahrt. Die Rosser forderten bei der Nachbesprechung der Wallfahrt nun Konsequenzen von der Stadt. 
Nach Unfall bei Tölzer Leonhardifahrt: Wer galoppiert, soll ausgeschlossen werden
Tölz live: Herzogstandbahn geht in Revision
Kleiner Blechschaden da, großer Stau dort, eine Gewitterfront zieht an, ein tolles Konzert startet in Kürze. Hier gibt‘s unseren Newsblog direkt aus der Redaktion.
Tölz live: Herzogstandbahn geht in Revision
Illegales Autorennen am Walchensee: Fahrer (18) rammt Audi kurz vor dem Tunnel
Nach einem illegalen Autorennen auf der B11 kam es zwischen Urfeld und Walchensee zu einem Unfall. Zwei junge Männer wurden verletzt.
Illegales Autorennen am Walchensee: Fahrer (18) rammt Audi kurz vor dem Tunnel
Neuer Rätselraum: Wo ist Pongratz Schusterhuber?
In der Gruppe ein Rätsel lösen, Hinweise kombinieren: Das kann man demnächst im neuen „Escape Room“, der in Lenggries eröffnet wird.
Neuer Rätselraum: Wo ist Pongratz Schusterhuber?

Kommentare