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Spieler und Zuschauer hatten viel Spaß bei der Bubbleball-Meisterschaft.

Meisterschaft in Gaißach

Bubbleball: Ellbacher holen Weltmeister-Titel, ohne dabei gewesen zu sein

Die Bubbleball-Musikantenweltmeisterschaft wurde jetzt in Gaißach ausgetragen - mit einem überraschenden Gewinner.

Gaißach– Möglicherweise hat es der Spielmannszug Ellbach  aus der Zeitung erfahren: Sie sind die Gewinner der 1. Bubbleball-Musikantenweltmeisterschaft. Zwar war eine Mannschaft zum Wettbewerb anlässlich der Geschäftseröffnung von Instrumentenbau Krinner gemeldet worden. Zum Turnier ist jedoch niemand erschienen. Um den Spielplan nicht völlig ändern zu müssen, wurde das Ellbacher Team mit jungen Spielern aus Gaißach besetzt. Die Truppe schlug sich durch bis ins Finale und siegte dort gegen die gesetzte Truppe ihrer Kameraden von der Musikkapelle Gaißach mit 10:4.

Gespielt wurde auf einem extra im Festzelt ausgelegtem Spielfeld. Zwei in einer riesigen Plastikkugel steckende Spieler bildeten eine Mannschaft. „Sehr anstrengend, aber trotz spektakulär aussehender Stürze kann eigentlich nichts passieren. Deshalb gibt es auch keine Regeln“, erklärte Martin Ertl, der zusammen mit Schorsch Fischhaber die Begegnungen als Schiedsrichter geleitet und kommentiert hat.

Bob Ross unterhält das Publikum mit Blechschaden

Das Turnier gehörte mit zum Programm des mit bunten Höhepunkten gespickten Festes. Los ging es am Freitag mit einem Gastspiel von „Blechschaden.“ Die zwölf befrackten Herren, allesamt Münchner Philharmoniker, begeisterten das Publikum auf höchstem Niveau. Und dazu gab es die locker- flockige Moderation durch den Leiter und Chef Bob Ross. Einfach eine Klasse für sich, wie der mit seinen 158 Zentimetern Körpergröße schlagfertige Schotte, stilgerecht im großkarierten Frack, witzelnd und kalauernd immer neue Gags zu allen nur erdenklichen Themen auf Lager hatte. Selbst banale Sprüche kamen so trocken, dass sie bei den staunenden Zuhörern schallendes Gelächter hervorriefen.

Die kurzweilige Programmabfolge war blechschadenüblich bunt gemischt. Barocke Töne wurden gnadenlos zu fetzigem Big-Band-Sound umarrangiert. Für die Lippen Schwerstarbeit, die jedoch stets spielerisch leicht anmutete. Aber auch eher leise, getragene Töne fanden dazwischen ihren Platz. Und dazwischen dann immer wieder der Chef. Beispielsweise mit dem Hinweis zu Auftritten an den unterschiedlichsten Orten dieser Welt: „Wir haben auch schon im Nahen Osten, also in Dresden und Leipzig und so, gespielt.“ Wer zu den Zuhörern im gut besuchten Festzelt gehörte, wird „Blechschaden“ sicherlich in guter Erinnerung behalten.

Ähnlich dürfte es dem Spielmannszug Ellbach ergehen: Weltmeister, ohne dabei gewesen zu sein.    dh

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