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Hinaus ins Grüne, aber in Reichweite des Frauchens. In Gaißach g ilt künftig eine Leinenpflicht für Hunde.  

Entscheidung im Gemeinderat

Gaißach legt Hunde an die Leine

Vor drei Wochen hatte sich der Gemeinderat für den Erlass einer Verordnung zur Hundehaltung ausgesprochen. Jetzt hat das Gremium mit großer Mehrheit die von der Verwaltung vorgelegte entsprechende Verordnung beschlossen;

Gaißach – Die Verordnung beinhaltet folgende Bestimmungen: bestimmte öffentliche Anlagen (Kinderspielplätze, das Kindergartengelände und Friedhöfe) sind für Hunde grundsätzlich tabu. Und auf bestimmten Wegen im Gemeindegebiet – es handelt sich dabei auch um ein FFH-Gebiet – gilt für größere Hunde ab 50 Zentimeter Schulterhöhe sowie für alle als Kampfhunde definierte Rassen eine Leinenpflicht.

Dabei handelt es sich laut Bürgermeister Stefan Fadinger zunächst um ein „Versuchsgebiet“ mit dem Ostfeldweg in Mühl und dem direkt anschließenden Rundweg durch die Filzen sowie um die südseitig benachbarte Runde Gerstlandparkplatz – Lehen – Mühl. Alle diese Wege werden jetzt an ihren Zugängen entsprechend beschildert.

Hier war es laut Feststellung der Gemeinde immer wieder zu gefährlichen Begegnungen zwischen Hunden mit Kindern und Radfahrern gekommen. In einem Fall hatte ein nicht angeleinter Hund sogar ein Reh gewildert. Unabhängig davon gilt auch die Vorschrift, dass Hundekot von den Besitzern sachgerecht entsorgt werden muss. Nach entsprechender Anzeige können Verstöße mit Ordnungsgeldern bis zu 500 Euro geahndet werden.

Der Gemeinderat war sich einig, dass nur eine relativ kleine Gruppe von Hundehaltern immer wieder für Ärger sorgt, deretwegen man jetzt solch eine Verordnung braucht. Johann Schinnagl bedauerte es ausdrücklich, dass man „mit dieser Keule jetzt alle Hundehalter erwischt“. Er stimmte deshalb dagegen. (rbe)

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