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Die Erstklässler sind seit Montag zurück in der Schule.

Intrerview mit Gaißacher Konrektorin

Erstklässler sind zurück im Unterricht: So lief der zweite erste Schultag

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Am Montag hieß es für die Erstklässler: Zurück in die Schule! Wie der zweite erste Schultag innerhalb eines Schuljahres für die Jüngsten verlief, verrät Stephanie Eckert, kommissarische Schulleiterin der Grund- und Mittelschule Gaißach.

Wie war die Rückkehr in die Schule für die Erstklässler?

Stephanie Eckert: Die meisten waren eher etwas ängstlich, weil sie nicht genau wussten, was auf sie zukommt. Sie haben dann eher drei Meter Abstand gehalten. Wir haben die Klassen in kleine Grüppchen eingeteilt und sie am Eingang abgeholt und in die Klassenzimmer geführt. Als sie dort dann die Maske ablegen durften, hat sich die Aufregung gelegt.

Wie ist der Unterricht abgelaufen?

Stephanie Eckert: Am Montag ging es erst einmal darum, dass die Klassenlehrer den Schülern die Ängste nehmen. Natürlich musste auch der Hygieneplan erklärt werden und alle Fragen, die es rund um Corona so gab. Und dann sollten die Schüler einfach erzählen, wie es ihnen zuhause ergangen ist. Gerade die Lehrer der fünften Klassen, die ja auch seit dieser Woche wieder in die Schule gekommen sind, haben mir zurückgemeldet, dass sehr großer Gesprächsbedarf von Seiten der Schüler bestand.

Stephanie Eckert.

Wie wichtig ist für die Kinder, dass nun wieder die Schule losgeht?

Stephanie Eckert: Es ist für sie unglaublich positiv. Es ist ein Stück Normalität. Sie sehen ihre Kameraden und ihren Lehrer wieder. Gerade in der Grundschule ist der Lehrer ja eine ganz wichtige Bezugsperson. Wir hatten zuletzt auch Rückmeldungen von Eltern bekommen, dass es für manche schwieriger geworden ist, zuhause zu lernen. Die Kinder wollten einfach nicht mehr. Da haben unsere Lehrer ein riesen Engagement gezeigt, um in den Familien zu helfen.

Wie groß ist der organisatorische Aufwand für Sie derzeit?

Stephanie Eckert: Natürlich ist das eine Wahnsinnsarbeit. Ich weiß inzwischen genau an welcher Bushaltestelle welcher Schüler einsteigt, muss einen Reinigungsplan erstellen. Aber es ist alles gut umsetzbar, auch von den Räumlichkeiten her. Die Klassen nutzen die vier Schuleingänge. Es sind zum Glück auch alle Lehrer da. Wir haben spezielle Masken gekauft, für die Lehrer, die eine tragen wollen. Ich hoffe, dass dadurch, dass die jüngsten Schüler nun wieder drei Stunden am Stück in sich abwechselnden Gruppen im Klassenzimmer sind, auch für die Eltern eine Erleichterung eintritt. Weiterhin gibt es die Notbetreuung und eine Mittagsbetreuung. Wir versuchen, den Eltern so gut es geht, entgegen zu kommen.

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