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Der Katastrophenfall im Landkreis war noch einmal Thema bei der Gaißacher Feuerwehr.

Rückblick

Feuerwehr Gaißach: Mehr Fehlalarme und Übungsmüdigkeit

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Das ist ärgerlich: Jede Menge Fehlalarme, davon alleine sieben in der örtlichen Fachklinik, hielten die Feuerwehr Gaißach 2018 auf Trab.

Gaißach   Insgesamt war die Gaißacher Feuerwehr im vergangenen Jahr 23-mal alarmiert worden und zu weiteren acht freiwilligen Einsätzen ausgerückt. Das war dem Rechenschaftsbericht von Kommandant Michael Schmid in der Hauptversammlung der Floriansjünger zu entnehmen.

Wegen der Häufigkeit der Fehlalarme in der Fachklinik hatte die Gemeinde unlängst zu einem runden Tisch geladen. „Seither ist es etwas besser geworden“, bekundete Bürgermeister Stefan Fadinger. Allerdings räumte Kreisbrandmeister Anton Melf ein, dass wegen der in letzter Zeit in großer Zahl installierten Brandmelder die Fehlalarme überall ansteigen würden.

Reaktionen von der „großen Politik“ auf den im Landkreis ausgelösten Katastrophenfall bei den heftigen Januar-Schneefällen wurden dann vom Rathaus-Chef vermisst: „Es wurde dabei festgestellt, dass bei zahlreichen Gebäuden die Schneelasten der Dächer einfach nicht mehr passen.“ Viele Eigentümer hätten sich da hinter uralten Baugenehmigungen verschanzt. „Ich hatte schon erwartet, dass da im Nachgang etwas in die Wege geleitet würde. Doch es kam nichts mehr. Dabei sagen alle Wetterkundler, dass extreme Wetterverhältnisse auch in unserer Region zunehmend häufiger würden.“ Das könne man so eigentlich nicht hinnehmen, betonte Fadinger.

Allen bei der Schnee-Katastrophe beteiligten Feuerwehrleuten sprach er zudem seinen persönlichen Dank aus: „Für all die erfolgreichen und zahlreichen Hilfeleistungen, die viele Bürger dabei vor noch größerem Schaden bewahrt haben.“ Letztlich dankte Fadinger der gesamten Gaißacher Wehr: „Ihr seid für unser Dorf unverzichtbar und werdet es auch in Zukunft bleiben.“

Insgesamt zählt die Feuerwehr Gaißach aktuell 103 aktive Mitglieder. „Frauen haben wir immer noch keine, aber das könnte sich bald ändern, da bei mir bereits einige Voranfragen eingegangen sind“, erklärte der Vorsitzende Martin Oswald, der durch die Versammlung führte. Im Prinzip laufe bei der Gaißacher Wehr alles sehr gut. Lediglich die Beteiligung bei den Übungen sei jetzt im zweiten Jahr in Folge gesunken, auf nun 45 Prozent. Deshalb appellierte der FF-Chef an die Mitglieder, doch wieder häufiger daran teilzunehmen. Letztlich warnte er die Mitglieder ausdrücklich beim Umgang mit den sozialen Medien vorsichtiger zu sein: „Vor allem Bilder in WhatsApp einzustellen, das geht gar nicht.“

 Bei den freiwilligen Einsätzen ging es um Parkplatz-Dienste bei größeren Veranstaltung wie etwa zuletzt beim Schnablerrennen. Schmunzelnd fügte da Schmid an: „Zuerst haben wir die Schnabler unten aufgefangen, und später haben wir die Autos aus den Wiesen herausgeschoben.“  

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