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Litfaßsäule made in Gaißach: Mit Tafelwagen werben die Gebirgsschützen an den Ortseingängen für den Patronatstag am 7. Mai. Dieser Wagen ist mit Schützenhüten der Rotbüschler (Musikanten) und der Blaubüschler (Schützen) geschmückt.

Patronatstag

Gaißach erwartet 4000 Gebirgsschützen

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Immer fleißig ausrücken, aber nie die anderen einladen: Das wollen sich die Gaißacher Gebirgsschützen nicht vorwerfen lassen. Darum haben sie sich um die Ausrichtung des Patronatstags bemüht. Rund 4000 Schützen aus 47 Kompanien rücken am Sonntag, 7. Mai, in Gaißach ein.

Gaißach – Der erste Patronatstag daheim – für den Gaißacher Hauptmann Franz Simon eine echte Herausforderung: „So gut schläft man da nicht mehr“, sagt er zweieinhalb Wochen vor der Großveranstaltung. Der Organisationsaufwand sei immens: „Seit Januar treffen wir uns jede Woche. Hoffentlich vergessen wir nichts.“ Zumindest etwas ruhiger schlafen lässt Simon die Checkliste vom Bund der Bayerischen Gebirgsschützen-Kompanien, die die Gaißacher Vorstandschaft Schritt für Schritt abgearbeitet hat.

Die Planungsphase ist vorbei, jetzt geht’s an die Arbeit. Am Freitag und Samstag wollen 40 bis 50 Schützen das große Zelt an der Gaißacher Schule aufstellen. Der Boden wird verlegt, die Bar in Fassform eingebaut. Das Zelt mit 100 Metern Lauffläche ist laut Simon zweieinhalb Mal so groß wie jenes, das bei der Deutschen Fingerhakel-Meisterschaft im August 2016 gefüllt war. 4000 Menschen passen hinein. „Es könnte eng werden“, sagt Simon, dem 4040 Gebirgsschützen gemeldet wurden. Der Hauptmann rechnet allerdings nicht mit allen. „Wenn das Wetter nicht passt, kommen von jeder Kompanie schon einmal ein paar weniger.“ Wenn es aber passt, wollen die Gaißacher weitere Bier-Garnituren auf der Wiese neben dem Zelt aufstellen.

Der Patronatstag, den die Gebirgsschützen 2015 in der Tölzer Hacker-Pschorr-Arena begingen, ist das Fest der „Patrona Bavariae“. Die Mutter Gottes Maria wird als Schutzheilige Bayerns verehrt. Das offizielle Prozedere beginnt am 7. Mai nahe der Fachklinik am Gaißacher Berg. Dort findet eine Feldmesse statt, anschließend ziehen die Kompanien über 2,3 Kilometer durch die Ortsteile Mühl, Lehen und Wetzl Richtung Bierzelt. Die Gaißacher marschieren ganz vorne – auch aus logistischen Gründen: „Wir müssen ja das Essen austragen und die Getränke ausschenken.“ Die Träger, in die rund 25 Schweinsbraten und Hendl passen, sind organisiert.

Zu einem ordentlichen Patronatstag gehört nicht nur eine ansprechende kulinarische Verpflegung, sondern auch der große Zapfenstreich am Vorabend. Um 21.45 Uhr soll sich am Samstag, 6. Mai, ein Fackelzug auf dem Sportplatz an der Gaißacher Schule aufstellen. Spielmannszug und Musikkapelle proben seit Wochen für die Zapfenstreich-Untermalung.

Ob Ministerpräsident Horst Seehofer oder wie 2015 in Tölz seine Stellvertreterin Ilse Aigner nach Gaißach reist, ist noch nicht geklärt. „Die Zusage kommt meistens recht kurzfristig“, sagt Landeshauptmann Karl Steininger aus Weyarn. Er findet es schön, „wenn eine kleine Gemeinde so etwas mit bloßem Engagement durchzieht. Da steckt eine Riesenanstrengung dahinter.“ Der Patronatstag wird übrigens bei jeder Witterung begangen. Steininger: „Wir sind ja keine Schönwetter-Schützen.“

Patronats-Festwoche

Bierzelt-Betrieb ist in Gaißach schon in den Tagen vor dem Patronatstag. Am Mittwoch, 3. Mai, kommt es zum Marketenderinnen-Treffen mit der Tegernseer Tanzlmusi und der Blaskapelle Josef Menzl. Am Donnerstag laden Ernst Hutter und die Original Egerländer Musikanten zum Konzertabend. Am Freitag, dem „Tag der Jugend“, spielen die „Waid Igels“.

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