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Ortstermin in der Betriebshalle: Der Gaißacher Gemeinderat mit Bürgermeister Stefan Fadinger (2. v. re.) schaut sich im Handwerkerhof um.

„Start-Up-Förderung“

Gaißacher Handwerkerhof gedeiht: Nachfrage ist da

Auf dem Gaißacher Handwerkerhof herrscht große Nachfrage nach Hallen und Büroeinheiten. Die Fertigstellung ist für Mitte des Jahres geplant.

Gaißach Der finanzielle Spielraum, den die Gemeinde Gaißach bekanntermaßen hat, ermöglicht ihr die Realisierung eines innovativen Projekts: Am Ortseingang von Gaißach-Untergries entsteht derzeit ein „Handwerkerhof“. An diesem exponierten Standort – gewissermaßen in der ersten Reihe – errichtet die Kommune ganz ohne staatliche Förderung Betriebshallen und Büroräume, die sie nach der Fertigstellung Mitte des Jahres an einheimische Betriebsgründer vermieten wird. Am Dienstag hat sich der Gemeinderat vor Ort ein Bild vom Baufortschritt gemacht.

Was die Gemeinde Gaißach da unternimmt, ist neudeutsch „Start-Up-Förderung“ im besten Sinne des Wortes: Nicht jeder neue einheimische Existenzgründer kann sich gleich den Bau eigener Betriebsgebäude leisten. Und die Modul-Bauweise des Handwerkerhofes macht es möglich, dass die Betriebsflächen auf die individuellen Wünsche des zukünftigen Nutzers zugeschnitten und gegebenenfalls auch wieder geändert werden können.

Die Nachfrage ist da: Die Betriebshallen im Erdgeschoss mit Rolltoren und einer Einfahrtshöhe von vier Metern konnte die Gemeinde laut Bürgermeister Stefan Fadinger bereits vermieten. Drei Einheiten werden eine Größe von 100 Quadratmetern haben, die vierte und fünfte werden 150 und 50 Quadratmeter groß sein. Von den sechs bis acht Büroeinheiten im Obergeschoss hat die Gemeinde bereits die Hälfte vermietet, daneben entstehen dort auch noch zwei kleine Appartements für Beschäftigte der Gemeinde. Das zweistöckige Gebäude mit einer Gesamt-Nutzfläche von 1100 Quadratmetern wird rund 1,5 Millionen Euro kosten.

In der nächsten Gemeinderatssitzung soll der Bau der Außenanlagen vergeben werden: Es entsteht dabei eine Ringstraße rund um das lang gezogene Gebäude mit der erforderlichen Anzahl von Stellplätzen.

Parallel zum Handwerkerhof-Projekt vergibt die Gemeinde auch die Parzellen auf dem benachbarten neuen Gewerbegebiet Erlenstraße. Jetzt wurde im Gemeinderat der Bauantrag für einen Fachbetrieb für Metallgestaltung beraten, wobei man sich nur bei der Größe der Werbeanlage noch nicht einig war.

Rainer Bannier

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