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Erster möglicher Renntermin fürs Gaißacher Schnablerrennen wäre der 14. Januar. Dafür müsste es aber noch kräftig schneien.

Jahresversammlung in Gaißach

Schnabler: Nur vier Renntermine im kurzen Fasching 2018

Ob es heuer wohl was wird mit dem Gaißacher Schnablerrennen? Noch lässt sich nichts vorhersagen, denn die Wetterlage ändert sich schnell.

Gaißach Erster Renntermin, so stellte Georg Fischhaber in seiner Funktion als Vorsitzender des Gaißacher Schnabler- und Schlittenvereins jetzt bei dessen Hauptversammlung fest, wäre am Sonntag, 14. Januar. Danach gebe es im kurzen Fasching 2018 nur noch drei Möglichkeiten: am 21. und am 28. Januar oder am 4. Februar.

Der Faschingssonntag, der in den zurückliegenden Jahren sozusagen als letzte Gelegenheit mit in die Planung einbezogen wurde, bleibt heuer nach einem Beschluss des Komitees grundsätzlich außen vor. Am Faschingssonntag würden bei der abendlichen Siegerehrung in Verbindung mit dem Ball nicht nur die Teilnehmer, sondern wohl auch viele Zuschauer mitfeiern wollen. „Der Jägerwirtssaal steht ja nicht mehr zur Verfügung, und im Gasthof zur Mühle ist dafür einfach zu wenig Platz“, so Fischhaber.

Wenn die Schneeverhältnisse für eine Austragung des Rennens passen, dann müssten alle Mitglieder mit anpacken. „Denn die Vorbereitungen sind sehr arbeitsintensiv, und die Zeit dafür ist kurz.“

Generell steht für das Gaißacher „Schnabler-Rennats“ 2018 ein Jubiläum an: Es wurde 1928 erstmals durchgeführt und kann somit nun auf eine 90-jährige Geschichte zurückblicken. Man habe zu diesem Anlass eine „kleine Feier“ in Erwägung gezogen, erklärte der Vorstand. „Aber da ist noch nichts konkret.“

Das solide Finanzpolster, das unter anderem durch das erfolgreich absolvierte Rennen von 2017 entstand, könne man gut gebrauchen. In nächster Zeit müssten nämlich neue Schutzzäune zur Absicherung entlang der Rennstrecke angeschafft werden. Erweitern wolle man auch die Zahl der zum Ausleihen an die Fahrer bereitgehaltenen Rücken-Protektoren. „Die werden gut angenommen.“ Vizevorstand Martin Rest regte an, wieder zahlreicher am Garmischer Hornschlittenrennen teilzunehmen.

Neben der Vorschau auf die anstehenden Erfordernisse galt ein wesentlicher Teil der Versammlung dem Rückblick auf das Gaißacher Ausnahmejahr 2017, in dem der Ort sein 1200-jähriges Bestehen ideenreich gefeiert hatte. „Wir hatten die Ehre, dieses Jubiläumsjahr mit unserem Rennen eröffnen zu können“, erinnerte Fischhaber ebenso wie Schriftführer Peter Margreiter und Bürgermeister Stefan Fadinger in seinem Grußwort. „Da hätten die Bedingungen nicht besser sein können: Traumhaftes Wetter, keine gravierenden Verletzungen, zahlreiche Zuschauer, hervorragende Stimmung, gute Geschäfte bei der Bewirtung.“ Und es habe sich mit Karina Guggenbichler und Kathrin Gerg erfreulicherweise nach langer Zeit auch wieder einmal ein Damenteam beteiligt. Ein besonderes Lob sprach Fischhaber den Teilnehmern bezüglich der früher öfters vernachlässigten Sicherheit und Tauglichkeit ihrer Kufen-Gefährte aus: „Alle Schnabler gingen perfekt hergerichtet an den Start.“

Bei der Dorfschau im Sommer hatte sich der Verein mit einer aus einem überdimensionalen Schnabler erstellten Pilsbar präsentiert, und beim Jubiläums-Festzug habe eine starke Abordnung mit ihren Schnablern auf Rollen „das Gschau“ gehabt, wie Fadinger anmerkte.

Es sei ein außergewöhnliches und anstrengendes Jahr gewesen, resümierte Fischhaber. Er richtete seinen Dank an alle, die zum Gelingen beigetragen haben. rb

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